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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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kömmling zu schm, und daher glanzte ihn jedes Mcnschengc-sicht an, wie das eines wicdcrgcfundencn Bruders:es siudmeine aus der Erde zurückgelasscncn Geschwister," sagte seinHerz, und eine frühliugwarmc, fruchtbare Liebe dehnte darinalle Fibern und Adern aus, und cs wuchs um jedes srcmdcmit weichen festen Ephcutriebcn verstrickend herum, aber dasthcucrste fehlte ihm noch zu lange; er zog daher recht langsamweiter, damit ihn Leibgcbcr, vor welchem er Weg nnd Zeitvoraus hatte, früher einholcn könnte als in der Stadt Hof.Hundertmal wandt' und sah er sich unterwegs fast unwillkür-lich nach dessen Nachschreiten und Einholcn um, als wäre die-ses schon jetzo zu scheu.

Endlich langte er in der Baireuthcr bnntaisie an einemMorgen an, wo die Welt glänzte von den Thautröpfchen anbis zu den Silbcrwölkchcn hinauf; aber still war cs überall;alle Lüftchen schwiegen, und der August hatte in seinen Büschenund in seinen Lüften keine Sänger mehr. Ihm war, alsdurchwandle er als Abgcschicdner von den Sterblichen einezweite verklärte Welt, wo die Gestalt seiner Natalie mitAugen der Liebe, mit Worten des Herzens, frei ohne Erdcn-scsseln, neben ihm gehen nnd ihm sagen durfte:hier hast dudankbar zur Sternennacht aufgeblickt hier Hab' ich dirmein wundes Herz gegeben hier sprachen wir die irdischeTrennung aus und hier war ich oft allein und dachte mirdas kurze Erscheinen." Aber hier, sagte er zu sich, alser vor dem schönen Schlosse stand, hat sic zuletzt geweint imschönen Thale, weil sie von ihrer Freundin schied.

Jetzo war allein sie die Verklärte; er war sich blos derZurückgebliebene, der zu ihr hinüber sah. Er fühlt' cs, daßer sie nicht mehr sehe auf der Welt; aber die Menschen, sagt'