300
klatschet die Menschen und die > Schauspieler blos im Weg-gehen, und findet den Todtcn moralisch-, wie Lavatcr ihnphyfiognomisch - verschönert; aber er trieb das Volk von derLcichcnkammcr ab: „mein scl. Freund (sagt' er) hat fich's in„seinem Letzten ausgcbctcn."
Dann trat die Zofe des Todes auf, die Leichenfrau, undwollte ihn abschcncrn und anputzcn; Heinrich biß sich mit ihrherum und bezahlte und cxilirtc sic. — Dann mußt' er sichvor der Wittwc und dem Pclzstiesel anstelle,;, als stell' er sichan, als woll' er sein blutendes Herz mit einem äußern Ent-sagen bedecken: „ich sehe aber (sagte der Rath) leichtlick, hin-durch, und er affcktirt den Philosophen und Stoiker nur, da„er kein Christ ist." — Stiefel meinte jene eitle Härte derHof- und Wclt-Zcno's, die jenen hölzernen Figuren gleichen,denen eine angeschmicrtc Rinde von Steinstaub die Gestalt vonsteinernen Statuen und Säulen verleiht. — Ferner wurde dieLcichcnknxe und Ausbeute, oder Dividende, ans der Lcichen-kafsc erhoben, die vorher einen Pfcnnigmcister mit dem sam-melnden Teller unter den Interessenten und Thcilhabcrn derKörperschaft hernmgejagt hatte. — Dadurch erfuhr's auch derObersanitätrath Oclhafcn, als zahlendes Mitglied. Dieser be-nützte seinen zur Kranken - Runde bestimmten Vormittag undverfügte sich ins Traucrhans, um seinen Kunstbruder, Lcib-gcbcr, ungewöhnlich zu crboßcn. Er stellte sich daher, als seiihm von der Todcs-Post nichts zu Ohren gekommen, und er-kundigte sich zuerst nach des Kranken Befinden. — „Es hat„sich nach dem neuesten Befundzcttel (sagte Heinrich) ansbc-„sundcn: er ist selig cingeschlafcn, H. Protomcdikus Oclhafcn„— im August, März, September hat der Tod seinen Prcß-„gang, seine Weinlese." — „Das Tempcrirpnlvcr (versetzte