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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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schwangen anstatt daß andere sich an fremden Springstäbenvon Ladstöcken darauf heben nnd Börstel schrieb in seinenMorgcnschwcißen weiter nieder:

Daß also der Schultheiß, der Seckclmeistcr, der Heimlichernnd die acht Rathherrn und der Großweibel mit sich reden lassennnd keine andern Verdienste belohnen, als die Verdienste fremderLeute, nnd daß der Schuft von Blaise nnd der Schuft von Meyernan einander täglich prügelnde Hände als Verwandte legen sollen,damit doch einer da ist, der den andern bestraft"....

Da sprang der Landschreibcr in die Höhe, berichtete, csversetz' ihm die Luft, und trat ans Fenster, um frischere zuschöpfen, und als er ersah, daß drunten in geringer Schuß-weite vom Fensterstock ein Gerberloh-Hügel cmporstche, hobund setzte ihn der nachschiebendc Schrecken von hinten auf dieBrüstung hinaus; nach einem solchen ersten Schritte that er,vH' ihn ein Tcstamcntzcugc hinten sangen konnte, einen zwei-ten langen in die nackte Lust hinein nnd schlug als die eigneZunge seiner Schncllwage über den Fenstcrstock hinaus, so daßer dem niedrigen Poussirstuhl ich meine der Gerber-Loh leicht begegnen konnte. Als fallender Künstler könnt' ernach seiner Ankunft nichts besseres vornehmen, als daß er sichseines Gesichtes als eines Grabstichels und einer plastischenForm- und Kopirmaschinc bediente und damit sein Bild invertiefter Arbeit matt in den Hügel formte; auf letzten: lagenseine Finger als arbeitsame Ponssirgriffcl und kopirten sichselber, nnd mit dem Notariatpitschaft, das er neben das Din-tenfaß gestellt und mitgenommen hatte, kontrasignirte er ausZufall den Vorfall. So leicht krcirt ein Notarins einemPfalzgrafen gleich einen zweiten; Börstel aber ließ denKonotarins und das ganze Natnrspiel liegen und dachte im