Zwanzigstes Kapitel.
Der Schlagfluß — der Obcrsanitätrath — der Landschrciber —das Testament — der Nittersprung — der FrühprcdigerReuet — der zweite Schlagfluß.
Abends riß Heinrich den Vorhang des Trauerspiels volllustiger Todtengräberszenen ans, und Firinian lag mit dem schlag-flüssigen Kopfe aus dem Bette, stumm und an der ganzenrechten Seite gelähmt. Der Pazicnt konnte sich über seineVerstellung und über die Qualen, womit sie Lcncttcn durch-schnitt, nicht anders beruhigen, als durch den innern Schwur,ihr als Vaduzer Inspektor die jährliche Hälfte seiner Ein-nahmen namenlos zu senden, und durch die Vorstellung, daßsie durch seinen Tod zugleich Freude und Freiheit und ihrenLiebhaber gewinne. Das Miethpcrsonale schloß einen Kreisum den Schlagflüssigen; aber Leibgebcr trieb alles aus derKammer und sagte: der Leidende braucht Ruhe. Es that ihmordentlich wohl, daß er in einem fort scherzhaft lügen konnte.Er versah das Reichscrbthürhütcramt und schlug vor demDoktor, den man verordnen wollte, die Thür ins Schloß:„ich will dem Kranken (sagt' er) wenig verschreiben, aber das„Wenige gibt ihm doch einstweilen die Sprache. Die ver-dammten Todcsflüsse von Mixturen, H. Schnlrath (denn dic-„scr wurde sogleich hcrgcholt), sind wie die Flüsse, die jedes„Jahr einen Todtcn haben wollen." Er rczcptirte ein bloßesTempcrir-Pulver: liecipo, schrieb er laut: