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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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Der Austritt, den ich sogleich zu geben habe, läßt micham stärksten fühlen, welche Kluft zwischen dem Romanschreibcr,der über das Verdrießliche wegsetzen und alles sich und deinHelden und den Lesern verzuckern kann, und zwischen dem blo-ßen Geschichtschreiber, wie ich, der alles durchaus rein histo-risch, unbekümmert um Verzuckern und um Versalzen, auftra-gen muß, immer bleiben wird. Wenn ich daher früher denfolgenden Austritt ganz unterschlagen habe: so ist dich wol einFehler, aber kein Wunder in den Jahren, wo ich lieber be-zauberte als belehrte, und mehr schön malen wollte als treuzeichnen.

Lenctten war nämlich schon vor geraumer Zeit der ganzeLeibgcbcr nicht recht zum Ausstehcn, weil er, der weder Titel,noch Ansehen hatte, mit ihrem Manne, einem längst eingebür-gerten Kuhschnappler Armenadvokatcn und Gelehrten, öffent-lich so gemein und bekannt that, und eben so gut als ihr vonihm verführter Mann ohne Zopf ging, so daß viele mit denFingern ans beide wiesen und sagten: ei, seht das Paar oderpur »oliils tratruin! Diese Reden und noch schlimmere konnteLenctte aus den lichtesten historischen Quellen schöpfen. Frei-lich heutigen Tages gehört fast so viel Mnth dazu, sich einenZopf anzuhängen, als damals, sich seinen abzuschncidcn. EinDomherr hat in unfern Zeiten nicht nöthig, wie in den vori-gen, sich einen Zopf und dadurch den angenehmen Gesellschaf-ter zu machen, und er braucht ihn also nicht erst zweimal jähr-lich, wie einen Pfanenschweif, abzuwcrscn, um seine tausendGulden Einkünfte gesetzmäßig zu verdienen, indem er im Ehorezur Vesper erscheint mit rundem Haar; er trägt's schon amSpieltische wie am Chorpnlte. In den wenigen Ländern, woetwa der Zopf noch herrscht, ist er mehr Dienst-Pendel und

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