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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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wachen schien. Er stand sogleich verglaset, wie zn einer Lcichen-wache aus Alabaster gehauen, in Angstschweiß hartgesotten, daund hielt seinen Raufer hin, das Stoßgewchr. Er sah vor-aus, wenn er sich umwendete, um über die Treppe hinabzu-springen, so werde ihn das Ding von hinten nmklaftern undihn satteln und hinabreiten. Glücklicher Weise tropfte eineStimme unten wie ein Kordial- und Couragcwajser ins Herz,und er legte seinen Sauspiefi an, willens, das Ding todt znstechen, oder doch den Kubikinhalt zn visiren mit dem Visir-stab. Aber als jetzt das cingeschneietc Ding langsam in dieHöhe wuchs - so wurd' cs ihm auf seinem Kopse, als Hab'er eine feste Pcchmütze auf, und jemand schraub' ihm die Kappesammt den inliegenden Haaren je länger je mehr ab undden Aalstachcl könnt' er mit zwei Händen nicht mehr halten(unten am Schaft hielt er ihn), weil der Speer so schwerwurde, als hinge sich der älteste Schuhkuecht daran. Er strecktedas Stichgcwehr und flog kühn von der obersten, dreimal ge-strichnen Oktave der Treppe wehend herunter zur Koutrabaß-taste oder Stufe. Er schwur drunten vor dem Hausherrenund vor allen Micthlcuten, er wolle sein Nachtwächtcramt ohneSpieß versehen, der Geist halte solchen in der Hast; ja csschüttelte ihn Frost, wenn er nur mit den Augen demArmeu-advokaten lange in den Zügen des Gesichts herumging. Fir-mian war der einzige, der sich erbot, das Rappier zu holen.Als er hinanskam, traf er an, was er vcrmuthet hatte sei-nen Freund Lcibgcbcr, der sich mit einer alten erschüttertenPerücke cingepudcrt hatte, um bei den Leuten allmälig Sie-benkäscns Kunst-Tod einzuleiten. Sie umarmten einanderleise, und Heinrich sagte, morgen komm' er die Treppe heraufund ordentlich an.

Zeciu Paul's ausgew. Werke. IX.

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