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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Sense *), die sich von selber bewegte. Endlich ging das leereKleid Firmians aufrecht in der Stube herum.Er mußein anderes anhabcn," sagten beide. Plötzlich ging unten aufder Straße der Gottesacker mit einem nnbcgrüntcn Hügelvorbei. Aber eine Stimme rief:suchet ihn nicht darunter,cs ist doch vorbei." Eine zweite sanftere ries:ruh' aus,du Müder!" Eine dritte rief:weine nicht, wenn du ihnliebst." Eine vierte ries fürchterlich:Spaß, Spaß mitaller Menschen Leben und Tod!" Firmian weinte zuerst,und dann sein Freund, und endlich mit letztem seine zürnendeFreundin.

Aber nun wartete er sehnlichst auf Leibgcbers Hand, dieihn schöner und schneller durch den düstcrn Vorgrund und dieschwüle Vorhöllc des künstlichen Todes führte: er wurde jetzozu weich dazu.

Einst an einem schönen Angustabend war cr's mehr alssonst; auf seinem Angesicht schwebte jene verklärende Heiterkeitder Ergebung, der thräncnlosen Rührung und der lächelndenMilde, wenn der Kummer mehr erschöpft als gehoben ist; wiectwan zuweilen über den blauen Himmel der bunte Schlag-schatten des Regenbogens fället. Er beschloß, heute bei dergeliebten Gegend den einsamen Abschicdbesnch zu machen.

Draußen hing (für seine Seele, nicht für sein Auge) überdie lichte Landschaft ein dünner, wehender Nebel herein, wieBcrghems und Wouwermanns Pinsel über alle Landschafteneinen weichenden Duft statt eines Schleiers werfen. Er be-suchte, er berührte, er beschauete, gleichsam um Lebewohl zu

Nach dem Aberglauben, daß sich daS Scharfrichter-Schwertvon selber bewege, wenn cs jemand zu tödtcn bekomme-