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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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winterten Körpers ist die Blütezeit einer schönen Seele, sietritt gleichsam verklärt aus der kalten Erdcnrinde in ein lauesEden, sic will alles an den schwachen, schwer athmendenBusen ziehen, Menschen und Blumen und Frühlinglüfte undjede fremde Brust, die am Krankenbette für sie gescufzet hatte,sie will alles, wie andere Auscrstandcne, eine Ewigkeit hindurchlieben, und das ganze Herz ist ein feucht-warmer, quellenderFrühling voll Knospen unter einer jungen Sonne.-

Wie würde Firmian seine Lcnettc geliebct haben, wennsie ihn nicht gezwungen hätte, ihr zu verzeihen, statt ihr lieb-zukosen! Ach, sic hätte ihm sein künstliches Sterben un-endlich erschweret, wäre sie so wie in den Flittertagen ge-wesen!

Aber das vorige Paradies trug jetzt eine Ernte reiferParadieskörner so nannte man sonst die gesunden Pfeffer-körner. Lenette heizte die Vorhölle der Eifersucht uud brietihn darin für den künftigen Vaduzer Himmel gahr. EineEifersüchtige ist durch kein Handeln und kein Sprechen zuheilen; sie gleicht der Pauke, die unter allen Instrumentenam schwersten zu stimmen ist und die sich am kürzesten in derStimmung erhält. Ein liebevoller warmer Blick war für Lc-nette ein Zugpflaster denn mit jenem hatt' er Natalien an-gesehen; - sah er fröhlich aus: so dachte er offenbar an dieVergangenheit; machte er eine trübe Miene: so war's schonwieder, derselbe Gedanke, aber voll Sehnen. Sein Gesichtmußt' er als einen offnen Steckbrief, oder Anschlagzettel seinerGedanken darhinter, herum tragen. Kurz der ganze Ehe-Mann diente ihr blos als gutes Geigenharz, womit sie diePserdhaare rauh machte, um die viols cl'nioour den ganzenTag zu streichen. Von Baireuth dürft' er sich wenig Worte