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bis zu seinem leeren Grabe — ach ein volles für seine Liebe— lief, nur an wertsten Armen zurücklegen und ans jederMoosbank darin zwischen seinem Freund und seinem Weibe,in jeder Hand eine geliebte, ansrnhcn. So verschönert derTod nicht nur, wie Lavater bemerkt, unsere entseelte Gestalt,sondern der Gedanke desselben gibt dem Angesicht auch schonim Leben schönere Züge und dem Herzen neue Kraft, wie Ros-marin zugleich sich als Kranz um Todte windet und mit sei-nem Lebenswasser Ohnmächtige belebt.
„Mich wundert —- sagt hier der Leser — dabei nichts;„in Firmians Fall dächte wol jeder so, wenigstens ich" —Aber, du Lieber, find wir denn nicht schon darin? Macht dieFerne oder die Nähe unserer ewigen Abreise denn einen Unter-schied? O, da wir hicniedcn nur als trügerisch feste und rothgefärbte Gebilde neben unfern Höhlen stehen, und gleich altenFürsten in Grüften stäubend cinsallcn, wenn die unbekannteHand das mürbe Gebilde erschüttert: warum sagen wir dennnicht wie Firmian: „wie sollt' ich nicht vergeben: wir bleiben„ja noch so kurz beisammen." — Es wären daher für unsvier bessere Buß-, Bet- und Fasttage als die gewöhnlichen,wenn wir jährlich nur vier harte, Hoffnunglose Krankentagehinter einander auszuhaltcn hätten; weil wir ans dem Kran-kenlager, dieser Eisrcgion des Lebens neben dem Krater, miterhöhten Augen auf die cinschrumpfenden Lustgärten und Lust-wäldcr des Lebens niedersehen würden — weil da unsere elen-den Rennbahnen kürzer, und nur die Menschen größer erschei-nen — und wir da nichts mehr lieben würden als Herzen,keine andern Fehler vergrößern und hassen als unsere, undweil wir mit schönem Entschlüssen das Siechbctte verlassen,als wir es bestiegen. Denn der erste Gencsungtag des über-