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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
238
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als man sic nicht flicken ließ glühte ihn aus dem Küchen-rauch des EinheizenS, wie die Sonne aus dem Hccrrauch, an.Er zog leise die Stubeuthüre auf: er sah niemand darin, undhörte Lencttcn in der Kammer betten. Er that, mit einemHammerwerk in der Brust, einen weiten leisen Schritt in diegeputzte Stube, die schon ein Sonntaghcmde aus weißemSand angelegt, und woran die bettende Flnßgöttin undWassernymphe alle Wasserkünste versucht hatte zu . einem aus-gefeilten Kunstwerk. Ach, alles ruhte so friedlich, so ein-trächtig neben einander vom Gewühlc der Woche aus. lieberalles war das Rcgengcstirn aufgegangcn, nur sein Dintenfaßwar cingctrocknct.

Seinen Schreibtisch behaupteten ein paar große Köpfe,welche als Hanbcnköpfc schon das sonntägliche Kopfzcng tru-gen, damit von ihnen als den Geschlcchtvormündern (Lurn-toreo oexun) das Zeug morgen aus die verschiedenen Köpfeder Frauen vom Rathe überwandcrte.

Er trieb die offne Kammcrthüre weiter auf und sah nachso langer Entfernung seine geliebte Gattin, die mit dem Rückengegen ihn stand. Jetzo war ihm, als vernehm' er auf derTreppe den Walkmühlen-Gang des Pclzsticfcls, und um dieerste Minute ohne ein fremdes Auge an ihrem Herzen zuzu-bringen, sagte er sanft zweimal: Lcnctte. Sie prallcteherum, ries:Ach Herr Gott, du?" Er war schon aufihr Herz gestürzt und ruhte an ihrem Kuß und sagte:gutenAbend, guten Abend, was machst du denn? wie ging cs dir?"Seine Lippen erdrückten die Worte, die er begehrte plötz-lich stammte sie sich sträubend aus seinen Armen und ihnergriffen zwei andere hastig, und eine Baßstimme sagte:Wir