theater so leicht mit der Klingel den ersten Schauspieler, denKellner Johann, aus dem Kulissen-Stockwerke herauf läutenkonnte, noch dazu mit Teller und Flasche in der Hand begabt,wovon der Schauspieler nicht einmal etwas bekam und ge-noß, sondern nur er und das Publikum. Noch unter demThore des Gasthofs zur Sonne warf er Herrn Feldmann,dem Besitzer, das mündliche Lob — das dieser sogleich alsein zweites Glanzschild von mir gedruckt erhalten soll, sobaldes aus der Presse ist — mit den Worten zu: „bei Ihnenfehlt einem Gaste nichts als der wichtigste Artikel, die Zeit.Ihre Sonne erreiche und behalte das Zeichen des Krebses."Mehre Baireuthcr, die dabei standen und das Lob anhörteu,nahmen cs für eine elende Satire.
Heinrich begleitete ihn etwan 30 Schritte über die rcfor-mirte Kirche bis zum Gottesacker hinaus, und riß sich dannleichter als sonst — weil er ihn in wenig Wochen auf demSterbebette wiedcrzuschen hoffte — von seinem Herzen los.Er begleitete ihn darum nicht nach Uantuisie, damit sich seinFreund stiller in das Zauber-Echo verlieren könnte, das ihmheute der ganze Garten von den Gcistcrharmonien jenes seli-gen Abends zurückgebcn würde.
Firmian trat allein in das Thal, wie in einen heiligen,schauerlichen Tempel. Jedes Gesträuch schien ihm von Lichtverklärt, der Bach aus Arkadien hergcflossen, und das ganzeThal ein versetztes, aufgedccktcs Tcmpe-Thal zu seyn. Undals er au die heilige Stätte kam, wo Natalie ihn gebetenhatte: „denk' an heute": so war ihm, als würfe die Sonneeinen himmlischen Glanz, als käme das Bicnengetöne vonverwehten Gcistcr-Stimmen, als müßt' er auf die Stelle nie-derfallen und sein Herz an das bcthaucte Grün andrücken.