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Stelle vergessen, wo er neben dem knieendcn Freunde und vorder untergehenden Sonne zu sterben geschworen und sich vonseiner Gattin und seiner Bekannten - Welt zu scheiden ver-sprochen?
Er hatte den Lustort verlassen, das Angesicht nach dersinkenden Sonne gerichtet, die mit ihren säst wagrcchtcn Flam-men die Aussicht vcrbauete, und zog nun die Stadt im Bogenweit vorüber, immer mehr nach Abend bis in die Straße nachlbnntnimö dahin. Er sah mit einem bewegten Herzen demsanft auflodcrnden Gestirne nach, das gleichsam in die glühen-den Kohlen von Wolken zerbröckelnd in jene Fernen hinabzu-fallcn schien, wo seine verwaisetc Lenette mit dem Angesichtvoll Abendroth in dem verstummten Zimmer stand. „Ach, gute„gute Lenette, (rief es in ihm) warum kann ich dich nicht„jetzt, in diesem Eden, an diesem vollen weichen Herzen, selig„zerdrücken — ach, hier würd' ich dir lieber vergeben, und„dich schöner lieben!" — Du gute Natur voll unendlicherLiebe bist es ja, die in uns die Entfernung der Körper inAnnäherung der Seelen verwandelt; du bist es, die vor uns,wenn wir uns an fernen Orten recht innig freuen, die freund-lichen Bilder aller derer, die wir verlassen mußten, wie holdeTöne und Jahre vorüberführt, und du breitest unsere Armenach den Wolken aus, welche über die Berge hcrfliegen, hin-ter denen unsere Theuersten leben! So öffnet sich das abge-trcnnte Herz dem fernen, wie sich die Blumen, die sich vor derSonne austhun, auch an den Tagen, wo das Gewölk zwischenbeide tritt, aus einander falten. — Der Glanz losch aus, nurdie blutige Spur der gefallnen Sonne stand im Blau, die Erdetrat höher mit den Gärten hervor — und Firmian sah aufeinmal nahe an sich das grünende Tcmpethal der ^nutnisie.