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„den ist, auf welche Art es auch sei; aber mein Herz bleibt
„noch für Sie, für Dich_ O daß ich doch die Gegenwart mit
„ihrer Gcbirgkette von Todtenhügeln hinter mir hätte und -—„die Zukunft jetzo vor mir mit allen ihren offnen Grabhöh-„len, und daß ich heute so an der letzten Höhle stände und„Dich noch ansähe und dann selig hinunter stürzte."
Natalie antwortete nichts. Ans einmal stockte ihr Gang,ihr Arm zuckte, ihr Athen: quälte sich, sie hielt an und sagtemit zitternder Stimme und mit einem ganz bleichen Angesicht:„bleiben Sie ans dieser Stelle — lassen Sie mich nur eine Minute„lang auf die Rasenbank dort allein setzen — ach ich bin so„hastig!" — Er sah sie wegzittern. Sie sank, wie unter La-sten, auf eine lichte Rascnbank, sie heftete ihre Augen geblen-det an den Mond, um welchen der blaue Himmel eine Nachtwurde und die Erde ein Rauch; ihre Arme lagen erstarrt inihrem Schooß, blos ein Schmerz, einem Lächeln ähnlich, zuckteum den Mund, und in dem Auge war keine Thräne. Abervor ihrem Freund lag jetzo das Leben wie ein aus- und in-einander rinnendes Schattenreich, voll dumpfer, hereingesenkterBergwerkgängc, voll Nebel wie Berggeister, und mit einer-einzigen, aber so engen, so fernen, oben hereinleuchtenden Oeff-nung hinaus in den Himmel, in die freie Lust, in den Früh-ling, in den Hellen Tag. Seine Freundin ruhte dort in demweißen krystallenen Schimmer, wie ein Engel auf dem Grabe
eines Säuglings.Plötzlich ergriffen die hereinsallcnden
Töne Heinrichs, gleichsam das Glockenspiel eines Gewitterstür-mers, die zwei betäubten Seelen wie vor einem Gewitter,und in den heißen Quellen der Melodie ging das hingerisseneHerz aus einander. . . . Nun nickte Natalie mit dem Haupte,