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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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nachkamcn, die Lcibgebcrn folgendes Schreiben nach Baireuthzn übcrbringcn hatte:

Sic und Ihr Freund hatten leider Recht und nunist alles vorbei. Lassen Sic mich einige Zeit einsam ausden Ruinen meiner kleinen Zukunft ruhen und denken. Leutemit verwundeter zugenähtcr Lippe dürfen nicht reden; und mirblutet nicht der Mund, sondern das Herz, und dich über IhrGeschlecht. Ach ich crröthc über alle die Briefe, die ich bis-her leider mit Vergnügen und Irren geschrieben; und fast sollt'ich cs kaum. Haben Sie doch selber gesagt, man müsse sichschuldloser Freuden so wenig schämen als schwarzer Beeren,wenn sie auch nach dem Genüsse einen dunklen Anstrich aufdem Munde nachlicstcn. Aber ich dank' Ihnen in jedem Fallevon Herzen. Da ich einmal entzaubert werden mußte, so wares unendlich sanft, daß cs nicht durch den bösen Zauberer sel-ber geschehen, sondern durch Sic und durch Ihren so redlichenFreund, den Sie mir recht grüßen sollen von mir.

Ihre

A. Natalie.

Heinrich hatte gar auf eine Einladkartc aufgcschcn,da(sagt' er) ihr ausgclecrtes Herz eine kalte Lücke fühlen müsse,wie ein Finger, dem der Nagel zu scharf beschnitten worden."Aber Firmian, den die Ehe gcschulct, und dem sic über dieWeiber Barometerskalcn und Zifferblätter gegeben hatte, warder klugen Meinung:eine Frau müsse in der Stunde, worinsie aus bloßen moralischen Gründen einen Liebhaber verab-schiedet habe, gegen den, der sic mit jenem dazu überredethätte, und war' cs ihr zweiter, ein wenig zu kalt sehn." Undaus demselben Grunde (das muß noch von mir dazu) wird

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