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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Everards Eigenliebe erriet!) diese schmeichelnden, aber un-willkürlichen Opfer der fremden beleidigten und legte, immerübcrmüthiger gegen den Armenadvokaten, Fragmente aus seinerRcisebcschrcibung, Empfehlungen seiner Bekannten und Fragenüber die Ankunft seiner Briefe dem verlegnen Mädchen zu-dringlich ans Herz. Die Gebrüder Siebcnkäs und Lcibgeberbliesen einander znm Abzug, aber als ächte Mannsperso-nen: denn sie zürnten ein wenig über die schuldlose Natalie,gerade als wenn diese dem cintrctcnden Lxoimus und Brief-gattcn mit dem Handwcrkgrnße hätte cntgegenschreiten können:mein Herr! Sie können mein Herr gar nicht werden, gesetztauch, Sie wären nichts schlimmcrs als ein Hallunke Tropf Fratz Geck rc." Aber müssen wir nicht alle (dennich glaube nicht, daß ich selber auszunehmcn bin) an unserebeinerne, mit Sünden gefüllte Brust schlagen und bekennen,daß wir Feuer speien, sobald scheue Mädchen nicht sogleicheines auf die Leute geben, auf die wir vor ihnen Schattenund Bannstralc geworfen haben daß wir sie ferner im Fort-jagcn schlimmer Schildknappen rasch erfinden wollen, da siees doch im Annehmen derselben nicht sind daß sie sich ausden Noth- und Ehrcnzügcn ihrer Kossäthen und andern Lehn-leute so wenig machen sollen, als wir andern Mitbelehnten

und daß wir ihnen schon gram werden, nicht über ihre Un-treue, sondern über eine unverschuldete Gelegenheit dazu?

Der Himmel bessere das Volk, wovon ich eben gesprochenhabe.

Firmian und Heinrich schweiften einige Stunden in demZaubcrthale voll Zaubcrflöten, Zauberzithern und Zauberspie-gel umher, aber ohne Ohren und Augen; das Reden über denVorfall schürte ihre Köpfe wie Ballonöfcn voll, und Leibgeber

Jean Paul's auSgew. Werte. ^0