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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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Dreizehntes Kapitel.

Die Uhr aus Mensche» Korbflechter«» der Venncr.

Als ich im vorigen Kapitel von Kurzschläscrinncn sprach, dieum 6 Stunden früher erwachen, als ihre Gegensüßlcrinncn:so that ich, glaub' ich, wohl, daß ich das Modell einer vonmir längst erfundenen Uhr ans Menschen, das ich im 12tcnKapitel nicht unter die eng an einander stehenden Begeben-heiten schieben wollte, auf das 13te anssparte; in das tragich's herein und stell' es auf. Ich glaube, Linne's Blumen-nhr in Upsal (IioroloAiuin üor-ue), deren Räder die Sonneund Erde, und deren Zeiger Blumen find, wovon immer einespäter erwacht und aufbricht als die andere, gab die geheimeVeranlassung, daß ich aus meine Menschcnuhr verfiel. Ichwohnte sonst in Scheerau, mitten auf dem Markt, in zweiZimmern; in mein vorderes schanete der ganze Marktplatz unddie fürstlichen Gebäude hinein, in mein hinteres der botanischeGarten. Wer jetzo in beiden wohnt, hat eine herrliche vor-herbcstimmte Harmonie zwischen der Blumcnuhr im Gartenund der Menschcnuhr ans dem Markt.

Es ist drei Uhr, wenn sich der gelbe Wiesenbocksbartaufschließct, ferner die Bräute, und wenn der Stallknecht unterdem Zimmer-Micthmann zu rasseln und zu füttern anfängtUm 4 Uhr erwachen (wenn's Sonntag ist, das kleine Habicht-kraut und die heiligen Kommunikantinnen, welche Singuhrcnsind, und die Bäcker Um 5 Uhr erwachen die Küchen- undViehmägde und Butterblumen Um 6 Uhr die Gansdisteln