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gcr ziehen. Verwundert blickte sic ihn an und sagte: „wir„söhnen uns also heute aus — und mein Gcburttag ist heute„auch, aber ich habe einen sehr betrübten Gcburttag." Jetzoerst hörte seine Vergessenheit des Angebindes auf, das er brin-gen wollte — er lief weg und brachte cs, nämlich das Näh-kiffen, den Kattun und die Nachricht, daß Stiefel Abendskomme. Nun erst fing sie an zu weinen und fragte: „ach, das„hast du schon gestern gcthan? und meinen Gcburttag gewußt?„— Recht von ganzem Herzen danke ich dir, besonders für„das schöne — Nähkisseu. Ich dachte nicht, daß du an mci-„ncn schlechten Geburttag denken würdest." — Seine männ-lich-schöne Seele, die nicht, wie eine weibliche, ihrenEnthusiasmus bewacht, sagt' ihr alles heraus und seinen Ein-tritt in die Leichcnlotteric, den er gestern gcthan, damit sieibn wohlfeiler unter die Erde brächte. Ihre Rührung wurdeso groß und sichtbar wie seine. „Nein, nein, (sagte sie end-lich) Gott wird dich behüten — aber den heutigen Tag, wennwir den nur überleben. Was sagt denn der H. Rath zumErdbeben?" — Das lasse gut seyn;— daß keines kommt, sagter — sagte Firmian.
Er ließ sie ungern los vom erwärmten Herzen. So langer nicht im Freien ging — denn Schreiben war ihm unmög-lich — schaucte er ihr unaufhörlich ins Helle Angesicht, ansdem sich alle Wolken verzogen. Er brauchte einen alten Kunst-griff gegen sich — den ich ihm abgelernt — daß er, um ei-nem guten Menschen recht sehr gut zu seyn, und alles zuvergeben, ihm lange ins Angesicht schaucte. Denn aus einemMenschenangesicht finden wir, ich und er, wenn cs alt ist, dasGriff- und Zählbrctt harter Schmerzen, die so rauh darübergingen; und wenn cs jung ist, so kömmt es uns als ein blü-