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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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ncn- und Wcinstöcken, die man versetzte und ausrcinigte, undvor den Abschnitzeln der Weiden. Die Sonne glänzte warmüber die knospcnvolle Gegend. Plötzlich war ihm undMenschen von Phantasie begegnet cs oft, und sic werden daherleichter schwärmerisch als wohne sein Leben, statt in einemfesten Herzen, in einer warmen, weichen Zähre, und sein be-schwerter Geist dränge sich schwellend durch eine Kcrkcrfngehinaus und zerlaufe zu einem Tone, zu einer blauen Acther-welle:ich will ihr an ihrem Geburttage vergeben (rief seinganzes zergangenes Ich) ich habe ihr wol bisher zu vielgethan." Er beschloß, den Schnlrath wieder ins Hans zuführen, und den grillirten Kattun vorher, und ihr mit beiden,und mit einem neuen Nahkistcn ein Geburttagangcbindc zumachen. Er fastete seine Uhrkette an, und an ihr zog er dasMittel, den Elias- und Fausts-Mantel heraus, der ihn überalle Uebcl tragen konnte, nämlich wenn er den Mantel ver-kaufte. Er ging voll lauter Sonnenlicht in allen Ecken desHerzens nach Hause und gab der Uhr einen künstlichen Stillc-stand und sagte zu Lenetten, sie müsse zum Uhrmacher zurReparatur. Sic war in der That bisher wie die obcrn Pla-neten am Anfänge ihres Uhr-Tages rcchtlänfig, dann stehend,dann rückläufig gewesen. Er verdeckte ihr damit seine Pro-jekte. Er trug sie selber auf einen Handelplatz, schlug sic los so gewiß er wußte, er könne ohne ihr Pickern aus seinemSchreibtische nicht recht schreiben; wie nach Locke ein Edelmannnur in einem Zimmer tanzen konnte, worin ein alter Kastenstand und Abends wurde das ausgelöscte grillirte Blut-Hemd und Säetnch des Unkrauts ungesehen ins Hans geschafft.Firmian ging noch Abends zum Schnlrath und verkündigteihm mit der neuen Wärme seines beredten Herzens alles, sei-