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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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arabischen Wüste mit allen ihren Wcttergebcten je eine ein-zige Wolke zn Stande gebracht; oder warum die Geistlichennur gegen Nässe und Trockenheit und nicht auch gegen einengrimmigen Winter Umgänge, die wenigstens für die Um-gängcr ihn mildern würden, veranstalteten, oder in Hollandgegen Nebel, in Grönland gegen Nordscheinc; auch wundereer sich am meisten, warum die Heidenbekehrer, die sich so oftund mit solchem Erfolg die Sonne erbitten, wenn blos dieWolken sie verdecken, nicht auch um den Sonncnkörpcr (wasviel wichtiger wäre) anhalten, wenn er in Polarländcrn garganze Monate nicht einmal zum Vorschein komme bei HellemHimmel; oder warum wir, fragt' er endlich, gegen großefür uns selten erfreuliche Sonnenfinsternisse nicht Vorkehren,sondern hierin uns eigentlich von den Wilden übertreffenlassen, welche sie am Ende wegheulen und wegflchen.">Wie nehmen manche Worte, an sich anfangs unschuldig, jasüß, erst auf dem Lager der Zeit giftige Kräfte an, wie Zucker,der 30 Jahre in Magazinen gelegen*)! Jene freien Wortegriffen jetzo stark in Lcnettcn ein, wenn sic unter der auslauter Aposteln gezimmerten Kanzel Stiefels saß und ihn einGebet nach dem andern verrichten hörte, bald für, bald widerKrankheit, Obrigkeit, Niederkunft, Saat, u. s. w. Wie süßwurd' ihr nun auf der andern Seite der Pelzsticfel und wieschön wurden dessen Predigten wahre Licbebriese für ihr Herz!Und ohnehin steht ja Geistlichkeit in einem nahen Verhältnißmit dem weiblichen Herzen; daher bedeutet ursprünglich aufder deutschen Spielkarte das Herz die Geistlichkeit.-

Was that und dachte nun Stanislaus Sicbenkäs bei

*) Sander über das Große und Schöne der Natur. Th. 1.