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„der Stadt im größten Putze auf- und abspazieren, und viel-leicht unfern Lutheraner Stiefel auch dazu."
Besonders müßt' ich mich täuschen, oder Lenette war sehrselig überrascht; denn Kaffee — das Tauswaffer und der Al-tarwcin der Weiber schon am Morgen — wird vollends Nach-mittags Liebctrank und Haderwasscr zugleich, obwol letztesnur gegen Abwesende; aber welches schöne treibende Wasserauf alle Mühlräder der Ideen mußte ein wirklicher Nachmit-tagkaffee an einem bloßen Werkeltage für eine Frau wie diearme Lenette sehn, welche ihn selten anders getrunken als nacheiner Nachmittagprcdigt, weil er ihr schon vor der Kontinen-talsperre zu theuer war.
Weiber in wahrhafter Freude brauchen wenig Zeit, ihrenschwarzen Scidenhut aufzusetzen und ihren breiten Kirchcnfä-cher zu nehmen, und gegen alle ihre Gewohnheit sogleich reise-fertig für den Schießhausgang angezogen dazustehen, indeß siesogar unter dem Ankleiden noch den Kaffee gekocht, um ihnfertig sammt der Milch in die Honoraziorenstube mitznnehmen.
Beide Eheleute rückten um zwei Uhr ausgchcitert ausund hatten alles Warme in der Tasche, was später aufzuwär-men war.
Wie mit einem Abendglanze waren schon so früh amTage alle westlichen und südlichen Berge von der gesenktenDezembersonne übergossen und die im Himmel umhergelagertenWolkcngletscher warfen aus die ganze Gegend freudige Lichter— und überall war ein schönes Glänzen der Welt und man-ches dunkle enge Leben wurde gelichtet.
Schon von weitem zeigte Siebenkäs Lenetten die Vogel-stange als den Alpenstock, oder die Rnderstange, womit er neulichüber die nächste Roth hinweggekommen. Im Schützengebäude