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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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der größte Jscharioth und Kornjude ün irdischen Jerusa-lem der Erde ihn glcichwol, auch wenn er noch Leibgeberhieße, auSgcraubt und tausend Holzwege des Rechtens zurPlünderung des Mündels würde ausgcsundcn haben. Es griffnicht ein. Endlich cntsuhr cs ihm:Du bist so ungerecht,als ich sehn würde, wenn ich deinem Betragen gegen denNenner im Geringsten die Folge daraus, die Blaisische Schrift,ausbürden wollte." Nichts erbittert Weiber mehr als einehcruntcrsetzende Vergleichung: denn sic nehmen keineUnterscheidung an. Lcncttens Ohren verlängerten sich,wie bei der Fama, zu lauter Zungen; der Mann wurde zu-gleich übcrschrieeu und überhört.

Er mußte heimlich zum Pelzstiesel abschicken und ihn be-fragen lassen, wo er so lange sitze, und warum er ihr Hausso vergesse. Aber Stiesel war nicht einmal in. seinem eignen,sondern auf Spaziergängen an einem so prächtigen Tage.

Lcnettc" sagte Siebeukäs plötzlich, der häufig liebermit dem Springstabe eines Einsalls über ein Sumpfmeersetzte, als aus ihm mühsam watende lange Stelzen von Schlüs-sen zog, und der wol auch die über Rosa heraus gefahreneunschuldige, aber von Lcuettcn mißverstandene Acußcrung ganzaufhcben wollteLcnctte, höre du aber, was wir diesenNachmittag machen! Einen starken Kaffee und Spazier-gang; heute ist zwar kein Sonntag in der Stadt, aber dochin jedem Falle Mariä Empfänguiß, die jeder Katholik inKuhschnappel feiert; und das Wetter ist doch beim Himmelgar zu hold. Wir sitzen dann oben in der ungeheizten Ho-noraziorcnstubc im Schießhaus, wcil's draußen zu warm ist,und schauen hinunter, und sehen die sammtlichen Irrgläubigen

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