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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
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tere Inseln aus einander; die Zeit führte wieder einen Erd-stoß herbei.

Der Heimlicher erschien nämlich mit seiner Exzepzion-handlung, worin er weiter nichts verlangte als Recht undBilligkeit, nämlich die Erbschaft; es müßte und könnte dennSiebenkäs erweisen, daß er Er sei, nämlich der Mündel,dessen Väterliches der Heimlicher bisher in seinen väterlichenHänden und Beuteln gehalten. Dieser juristische Höllenflußversetzte unserem Firmian der über die vorigen drei Frist-gesuche so leicht weggesprungen war, wie der gekrönte Löweim gothischen Wappen über drei Flüsse den Athcm undtrat ihm eiskalt bis ans Herz. Die Wunden, die die Ma-schinen des Schicksals in uns schneiden, fallen bald zu; abereine, die uns das rostige stumpfe Marterinstrument eines un-gerechten Menschen reißet, sängt zu eitern an und schließetsich spät. Dieser Schnitt in entblößte, von so vielen rauhenGriffen und scharfen Zungen abgeschälte Nerven brannte un-fern Liebling sehr; und doch hatt' er den Schnitt gewiß vor-her gesehen und seiner Seelegare Kopf weg" zugerusen.Aber ach! in jedem Schmerz ist etwas Neues. Er hattesogar schon juristische Vorkehrungen voraus getroffen. Erhatte sich nämlich schon vor einigen Wochen aus Leipzig, woer studirt hatte, den Beweis kommen lassen, daß er sonst Leib-gcber geheißen, und mithin Blaisens Mündel sei. Ein dasi-ger, noch nicht immatrikulirter Notarius, Namens Giegold,sein alter Stnbcnbursch und literarischer Waffenbruder, hatteihm den Gefallen erwiesen, alle die Personen, die um seineLeibgeberschaft' wußten besonders einen rostigen, madigenNagister legens, der oft bei der Einfahrt der vormundschaft-lichen Ncgisterschiffe war, ferner den Briefträger oder Lootsen,Iran Paul's ausgew. Werke. IX. Z