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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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Wasserhose über ihre und seine Tage: so wußte sie den Mannund seinen Mnth wie eine holländische Festung ganz unterWasser zu setzen und gab allen Thränen ein weites Bett.Warf hingegen einmal die Glücksonne einen Dczembersonncn-schein, nicht breiter als ein Fenster, in ihre Stube, so wußteLenette hundert Dinge zu thnn und zu sehen, um nur schö-nere nicht zu bemerken. Firmian hatte sich besonders vorge-nommen, vorzüglich diese paar Tage, wo er einen Guldenhatte, recht auszuspelzen oder abzurahmen, und das zweiteJanusgesicht, das über Vergangenheit und Zukunft blicken oderweinen wollte, dicht zu verhängen; aber Lenette zerschlitzteden Schleier und wies auf alles. Ihr Mann versicherte mehrals einmal:Traute, passe nur, bis wir wieder blutarm undhundsübel d'ran sind: mit Freuden will ich dann mit dirächzen und lechzen!" Wenig vcrfing's. - Nur einmal gabsic ihm anständig zur Antwort:wie lange währt's, so istdoch wieder kein Pfennig im Haus." Aber darauf wußt'er noch verständiger zu versetzen:Sonach nicht eher willstdu einen heitern stillen Tag recht genießen, als bis mandir Stein und Bein schwören kann, daß kein elender,-stcrer, wolkiger nachkommt? Dann koste ja keinen. WelcherKaiser und König, und hätt' er Thronen auf dem Kopf undKronen unter dem Steiß, kann nur ans einen Post- oderLandtag lang versichert sehn, daß beide nichts nebliges brin-gen? Und doch genießt er rein seinen Hellen Tag in 8ans-nouci oder Lollevus oder sonst, ohne weiter zu fragen, undfreuet sich des Lebens. (Sie schüttelte den Kopf). - Ichkann dir das Nämliche auch gedruckt und griechisch beweisen,"sagt' er, und trug in das ausgeschlagne neue Testament, aufgerade wohl vorlesend, die Stelle ein:Verschiebst du die