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entschiede; aber —" Albano zuckte die Achseln wie entrüstet,schwieg über. „So lange bleib' ich indeß hier (fuhr jenersanfter fort), bis der Hügel auf dem Seligen liegt; dannsteck' ich das hölzerne schwarze Kreuz auf ihn und schreibealle seine Namen daran." — „Wohl! So wcrd' es (sagteAlbano)! Aber seinen Hund nchm' ich, weil er mich längerkennt. Ich bin ein junger Mensch, noch jung an verlornenJahren, aber schon sehr alt an verlornen Zeiten und versteheso gut wie mancher, den die Zeit bückt, was Menschcn-Vcr-licrcn ist. Sonderbar ist's, daß ich immer auf Gräbern Spie-gel finde, worin die Todten wieder lebendig gehen und blicken.So fand ich ansLianens Grabe ihr lebendiges Bild nnd Echo;meinen alten liegenden Schoppe fand ich, wie Sie wissen,auch hinter einem Spiegelglas aufrecht und rege, durch dasmeine Hand eben so wenig durch kann. Ich versichere Sic,sogar meine Eltern werden mir vorgespicgclt, meinen Va-ter kann ich in einem Zylindcrspicgcl, und meine Mutter durchein Objcktivglas sehen. — Hier ist nun nichts zu thun, wennman in einer Nacht steht, wo alle Sterne des Lebens hin-untcrziehen, als sehr fest darin zu stehen.— Aber zu meinemalten Humoristen muß ich noch ^ckio sagen."
Er ging ins Lcichenzimmcr. Schweigend folgt' ihm Sic-bcnkäs, betroffen über die ungewöhnliche Laune der—- Schmer-zen. Mit trocknen Augen zog Albano das weiße Tuch vondem ernsten Gesicht, dessen feste Augenbraunen sich zu keinemScherze mehr zogen und das eisern hinschlicf ohne Zeit. DerHund schien den kalten Menschen zu scheuen. Albano suchtedurch scharfe, heftige, trockne Blicke das Todtcngcsicht bis aufjede Falte tief abzudrückcu in sein Gehirn wie in Gyps, zu-mal da ihm der lebendigste Abdruck, der Freund, entging.