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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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deinem Gesicht an mcin'S und mache das dumme Seyn kalt"rief Schoppe mit letzter Manns-Kraft.Ich bin Sicbcn-käs," sagte das Ebenbild zärtlich und trat ganz nahe.Ich auch. Ich gleich Ich" sagt' er noch leise, aber dannbrach der überwältigte Mensch zusammen und dieser reinigendeSturm wurde ein seufzendes, stilles Lüftchen. Mit weiß wer-dendem Gesicht, krampfhaft sich selber die starren Augen zuzie-hend. stürzte er um. die spielenden Finger schienen den Hundnoch anznlocken und die Lippen wollten sich zu einem Spott-wort spitzen, das sie nicht sagten Sein Freund Sicbcnkäs.der nichts errathcn konnte, hob weinend die kalte, festgcschlos-sene Hand an sein Herz, an seinen Mund und rief:Bruder,blick' ans, dein alter Freund aus Vaduz steht ja neben dirund sicht dich in der Todcsnoth, er sagt dir tausend Lebe-wohl. Lebewohl!"

Das schien durch die dem Leben noch offnen Ohren insbrechende Herz noch süße Töne der alten lieben Zeit und hei-tere Träume der ewigen Liebe zu führen Der Mund fingein kleines Lächeln an, von Lust und Tod zugleich gezogendie breite Brust stieg noch einmal voll auf zu einem frohenSeufzer cs war der letzte des Lebens und lächelnd bliebder Verstorbne auf der Erde zurück.

Nun hast du hieuicden geendigt, strenger, fester Geist, undin das letzte Abend-Gewitter aus deiner Brust quoll nocheine sanfte, spielende Sonne und füllte es mit Rosen undGold. Die Erdkugel und alles Irdische, woraus die flüchti-gen Welten sich formen, war dir ja viel zu klein und leicht.Denn etwas höheres als das Leben suchtest du hinter demLeben, nicht dein Ich, keinen Sterblichen, nicht einen Unsterb-lichen, sondern den Ewigen, den All-Ersten, den Gott.-