Plötzlich erblickte er in einem Eckspicgcl tief hinter seinemjungen Gesicht sich noch einmal, aber mit Alter bedeckt, unddem wächsernen Kopfe ähnlich. Er blickte sich um, ein crhob-ner Spiegel-Zylinder schloß ihm gleichsam die Zeit ans under sah in ihrer Tiefe sein graues Alter.
Schauernd verließ er das sonderbare Gemach. Eine Kam-merfrau Jnlicnncns stieß ihm auf, sie konnte ihm sagen, daßsie den „Schatten-Schneider" im rothcn Mantel mit einemPerspektive in der Hand über den Schloßhof habe hinausge-hen-sehen. Er eilte nach, da kam ihm Angusti unter demThorc entgegen mit der Bitte des Fürsten, ihn noch einmalzu besuchen; „jetzt unmöglich, ich muß erst den wahnsinnigenSchoppe wieder haben" versetzt' er. In seiner Brust lebtenur der Freund; auch nahm er den Fürsten nur für dieMaske seiner sprechsüchtigen Schwester. „Ich sah ihn aufdem Wege nach Blumcnbühl" sagte der Lektor. Er flog da-von. Am Thore wurde Angnsti's Nachricht von der Wachebestätigt.
Ans der Blumenbühler Straße begegnete ihm der Wagendes Hospredigcrs Spener, der zum Fürsten fuhr. Albanofragte nach Schoppe. Spener berichtete, er habe mit ihm,da er vor einem einzelnen Hause einer kranken alten Beicht-tochter wegen eine Stunde lang gehalten, viel gesprochen, ihngesund, ungemein vernünftig, nur älter und zurückhaltenderals gewöhnlich gefunden. Aus die Frage nach seinem Wege,versetzte der Hosprediger: er sei nach der Stadt. Das schienihm unmöglich, aber Spener's Leute bestätigten cs vom Grün-rock. Albano sprach von einem rothen Mantel, alle und Spe-ner blieben bei dem grünen Rock.
Er kehrte wieder um in sein eignes Haus, wo vielleicht