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„Und ich dich" — sagte Linda.
„O Linda, liebst du mich fort in meinem Grabe, wenndie Spreu des Lebens verflogen ist — liebst du mich fort inmeiner Hölle, wenn ich dich aus Liebe gegen dich belogen habe?Ist denn Liebe die Entschuldigung der Liebe?" —
„Ich liebe dich fort, wenn du mich liebst. Bist du dieGiftblume, so bin ich die Biene und sterbe in dem süßenKelch."
Die Braut sank au seinen Hals. Er umklammerte sicheftig — und wurde immer ähnlicher dem Gletscher, der durchWärme weiter rückt und schmelzend verheert. Um ihn zogendie Freuden mit glänzenden, mit himmlischen Gesichtern, zeig-ten ihm aber in den Händen Furicnmaskcu.
„Du willst sterben aus Liebe; ich bin schon gestorbenaus Liebe — O du weißt nicht, wie lange ich dich schon liebte!"antwortete er.
„Glühender (sagte sic) denk' an diese Nacht, wenn dueinst Jdoincu sichst!" — „So sch'ich nur meine aufgestandneSchwester" sagt' er, aber sogleich über die cntsahrnc Wahr-heit erschreckend. „Man sicht (setzt' er eilig dazu) das auf-erstandne Herkulanum, aber man wohnt im blühenden Por-tici darüber; ich und du sahen im Baja-Golf unter dem Meerdie vcrsunknen Bogen und Thore und wir schifften nach le-bendigen Städten weiter. — Ist mir doch auch Roquairol inso manchem so ähnlich und liebt dich so sehr und so langeund starb auch einmal wie Liane!" —
„Aber diesen hatt' ich nie geliebt und nun bin ich deineewige Braut!" *
„Der arme Mensch! Aber ich that, glaub'ich, doch nicht