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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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ein Weib aber am liebsten vor einem Weibe. Jndcß hielt ihndie Fürstin durch die feinste Schmeichelei, die cs gibt, durchentschiednes stilles Achten in Banden; dem wörtlichen Lobewar er eben so gram und gewachsen, als dem thätigen ge-wogen und zinsbar.

Bis zur Ankunft der Entscheidung verlief eine verworreneZeit; wie ein Mensch, der in der Nacht reiset, hört' erStimmen und sah Lichter, und ihrer feindlichen oder freund-lichen Bedeutung fehlte ein Morgen. - Rabette lag krankund verblutete am matten Herzen; denn nicht er hatte ausihm den blutstillenden Dolch, nämlich Karls Liebe, heraus-gezogcn, sondern dieser selber war ihm zuvorgckommen mitbitter-süßen Thränen über die bittersten.

Letzterer war ihm einmal begegnet, mit hereingcdrück-tem Hut und grimmig-stechendem Blick ohne Gruß. Uc-berall hört' er, daß jener umsonst Linda's und JuiienncnsDoppclthor belagere und bcrcnne; dieses und Lianens Krank-seyn machte den tropischen Wilden gleichsam zum wilderwachse-uen Knaben aus einem Wald. Auch in der jetzigen Abson-derung auf der Wahlstatt des Freundes hielt esAlbano für eine Wunde des Menschen, daß Karl nicht vonihm voraussetzte denn diesem Mangel schrieb er den Gassen-Grimm zu er werde die Gräfin nicht zu scheu suchen.

Sogar im Bibliothekar schien seit einigen Tagen einGeheimniß zu lauern; dieser aber ging, seit cs ihm in dessenTiefen immer lichter geworden und er hinter dessen komischeLarve hinciugesehen bis zum redlichen Auge und liebevollenMund sein Herz so nahe an, zumal nach so vielen Tren-nungen. Denn auch der Lektor hielt sich nach seiner Gewohn-heit, um keines Menschen oder gar abtrünnigen Freundes