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ein Weib aber am liebsten vor einem Weibe. Jndcß hielt ihndie Fürstin durch die feinste Schmeichelei, die cs gibt, durchentschiednes stilles Achten in Banden; dem wörtlichen Lobewar er eben so gram und gewachsen, als dem thätigen ge-wogen und zinsbar.
Bis zur Ankunft der Entscheidung verlief eine verworreneZeit; wie ein Mensch, der in der Nacht reiset, hört' erStimmen und sah Lichter, und ihrer feindlichen oder freund-lichen Bedeutung fehlte ein Morgen. -— Rabette lag krankund verblutete am matten Herzen; denn nicht er hatte ausihm den blutstillenden Dolch, nämlich Karls Liebe, heraus-gezogcn, sondern dieser selber war ihm zuvorgckommen mitbitter-süßen Thränen über die bittersten.
Letzterer war ihm einmal begegnet, mit hereingcdrück-tem Hut und grimmig-stechendem Blick ohne Gruß. — Uc-berall hört' er, daß jener umsonst Linda's und JuiienncnsDoppclthor belagere und bcrcnne; dieses und Lianens Krank-seyn machte den tropischen Wilden gleichsam zum wilderwachse-uen Knaben aus einem Wald. Auch in der jetzigen Abson-derung — auf der Wahlstatt des Freundes — hielt esAlbano für eine Wunde des Menschen, daß Karl nicht vonihm voraussetzte — denn diesem Mangel schrieb er den Gassen-Grimm zu — er werde die Gräfin nicht zu scheu suchen.
Sogar im Bibliothekar schien seit einigen Tagen einGeheimniß zu lauern; dieser aber ging, seit cs ihm in dessenTiefen immer lichter geworden und er hinter dessen komischeLarve hinciugesehen bis zum redlichen Auge und liebevollenMund — sein Herz so nahe an, zumal nach so vielen Tren-nungen. Denn auch der Lektor hielt sich nach seiner Gewohn-heit, um keines Menschen oder gar abtrünnigen Freundes