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Aber dem Minister geschah damit ein unsäglicher Gefallen.Denn Prinzcn-Sünden schlugen gar nicht in sein Brodstudiumein. Als sic sich daher für die Nahe seines Verstandes undseiner kräftigen Physiognomie entschieden und ihn zum Ministerihrer innersten Angelegenheiten in Haarhaar berufen hatte: sowar's in ihm feierlich niedergelcgt und beschworen, niemals,sie mochte immer die Güte selber sehn, ihr Ehrenräuber zuwerden aus ihrem Strohwittwcr. Anfangs kam er wie alleVorgänger leicht mit bloßen, reinen Gefühlen und Diskursendavon; cs wurde noch Nichts von ihm begehrt, als daß erzuweilen nnverschcnds einen geheimen Blick voll liebenderZartheit auf sie hinschießc; auch mußt' er sich sehnen. Jenenschoß er hin; Sehnen trieb er auch ans; — und so stand er-sieh für ein solches Liebesglück noch glücklich genug.
Aber dabei blieb cS nicht. Kaum war ihr Albano er-schienen: so wurde der Stachclgnrtcl und das Härenhcmd desreinen Ministers unvcrhältnißmäßig rauher und stechender ge-macht und die stärksten -Forderungen, nämlich Gaben, verdop-pelt, damit der arme Joseph schneller ihre Ehre anficlc unddadurch in seinen Untergang rennte, der des Grasen Köderwerden sollte. Jetzt war er schon so weit herabgcbracht, daßer in ihrem Flnghaar (für ihn giftiges Raupcnhaar) webteund knüppelte — er mußte Seufzer-Seifenblasen ans seinerPfeife auftreibcn — er mußte öfter außer sich sehn, ja sogar(wollt' er sich nicht als einen heuchlerischen Schuft fortgcjagtsehen) halb-sinnlich werden, obwol noch dezent genug. In-zwischen zu einer Versuchung war er Vom Teufel selber nichtzu versuchen. Wenn er nur daran dachte, grauscnd, daß dcrklcinstc Fehltritt ihn von seinem Ministers-Posten werfen könne:so ließ er sich eben so gut pfählen und vicrtheilen als bczau-