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Ach, du guter Gott, gib mir meine Augen! (rief sic fliehend,unwissend wohin und cingeholt) Bonvcrot! Du böser Geist!"rief sie abwchrend an Orten, wo er nicht war. Er, wie dasSchießpulver, kühlend auf der Zunge und sengend und zer-schmetternd, wenn ihn die Gier zündete, stellte sich in einigerSchlag-Weite von ihr, warf ein Malcr-Angc ans das reizendeWallen und Beugen ihres anfgestürmtcn Blumenflors und sagteruhig mit jener Milde, die der ätzenden und fressenden Milchder Schwämme ähnlich ist: „nur ruhig, Schönste! Ich bin esnoch; nnd was half' Ihnen Alles, Kind?" —
Taumelnd vom Schlangcnhauch der Angst fing die irreNatur zu singen an, aber lauter Anfänge: „Freude, schönerGötterfunken" — „Ich bin ein deutsches Mädchen" -— sic liefherum und sang wieder: „Kennst du das Land" — „Du bö-ser Geist!" —
Jetzt bäumte sich die damit geschmeichelte Riesenschlangeauf ihren kalten Ringen mit zückender Zunge in die Höhe,um hinzuschießen und zu umflechten: „won coe„r (sagte dieSchlange, die immer in der Leidenschaft französisch sprach)volo snr eetts llouclls gui enclinnte tous Iss 8SN8." — „Mut-ter! (rief sic) — Karoline! — O Gott, lasse mich sehen! OGott meine Augen!" — Da gab der Allliebende sic ihr wie-der; die Qual der Natur, die lauten Anstalten des Begräb-nisses öffneten der Schcinlciche wieder das Auge.
Wie behend entflog sie aus der Martcrkammer! Das ge-täuschte Raubthier rechnete auf Blindheit nnd Verirrung fort.Aber da Bonverot sah, daß sie leicht die Treppe zum welschenDache Hinaufstürze: so schickte er blos das herbcilaufcnde Mäd-chen ihr nach, damit sic keinen Schaden nehme; nnd hielt jetztwieder die bisherige Blindheit für Verstellung. Er selber