Druckschrift 
11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
264
Einzelbild herunterladen
 

264

sagt' cr, Trost zu wünschen und anznnehmen; warum willman denn nicht einmal den Schmerz rein durchdaucrn ohnealle Arzcnei?

Allein seine Ansicht und sein Leben wurde ohne sein Zie-len über den Grafen mächtig, den alles Große nur vergrößerte,wie cs Andere verkleinert. Schoppe saß als ein Kato aufRuinen, aber freilich auf den größten; wenn der Weise dieBaromctcrröhre am Acquator scyn muß, in der selber der Tor-nado wenig verschiebt, so war cr dergleichen. Zufällig riß crin einem Wirthshausc dem Grasen durch den hambnrgischcnunparteiischen Korrespondenten, den cr da vorfand, die verkleb-ten Flügel auf. Schoppe las zwei weite Schlachten darausvor, worin wie durch einen Erdfall Länder statt der Häuserversanken, und deren Wunden und Thränen nur der böse Ge-nius der Erde konnte wissen wollen; darauf verlas cr nachden Todtenmärschcn ganzer Gencrazioncn und nach den aufge-risscncn Kratern der Menschheit - mit fortgesetztem Ernstedie Intelligenz-Anzeigen, wo einer allein auf ein unbekanntesGräblcin steigt und der Welt, die ihm sonst kondolirt, ansagtund bcthcuert:Fürchterlich war der Schlag, der unser Kindvon 5 Wochen" oder:Im bittersten Schmerz, den je"oder:Bestürzt über den Verlust nnsers ein und achtzigjährigenVaters re."

Schoppe sagte, das sprech' cr für recht, denn jede Noth,selber die allgemeine, Hanse doch nur in Einer Brust; undlag' cr selber auf einem rothcn Schlachtfcldc voll gefällter Gar-ben, jo würd' cr sich darunter aufsctzcn, falls cr könnte, undan die Umliegenden eine kurze Trauerrede über seine Schuß-wunde halten; so habe Galvani bemerkt, daß ein Frosch, der