sie sich eine große Seele nannte, mußte den Grafen frappiren,weil er jetzt das erste Beispiel — ein anderer Mann kennt un-zählige Beispiele — vor sich sah, daß ausgezeichnete Weibersich geradezu und weit mehr selber loben als ausgezeichneteMänner.
Man brach auf; au einer Gräuzbrücke, zugleich wie derBuchdruckcr-Hyphcu das Trenuungs- und Vcrbindungszeichenbeider Fürstenthümer, hielt schon das halbe Hohcnfließ zuWagen und Pferd, weil es nicht weiter herankonnte, bevoreine umgclehute Kröpel-Fuhre mit Dorf-Komödianten wiederaufs vierte Rad gehoben war und der mythologische Hausrath,den sic in Händen hatten, aufgcpackt. Als aber die Fürstinmit Gewalt auf die Brücke fuhr, verkehrten sich Plötzlich diePassagiere und Auslader in Musen, Musengötter, Liebesgötterund einen hübschen Hymen und setzten, im theatralischen Ornatund Apparat, die umrungene Braut unter poetisches Wasser,den Krieg der andern Götter gegen den Jungfernräubcr Hymenvortragend. Der Museusohn, der die Sache verflfizirt hatte,agirtc selber mit als Musenvater. Ich darf sagen, daß dieseeigne Erfindung des Ministers recht gut ausgenommen wurdesowol von Haarhaar als Hohcnfließ.
Froulay trat geschmückt und gepudert, als streckte er sichauf dem Paradebette zwischen Trauergueridous aus, vor sieals Sprecher des Landes hin, das seinen frohen Theil anihrer Vermählung mit dem Bräutigamsrocke zu bezeugenwünschte. Die Fürstin kürzte und schnitt alles Festlügcn miteiner feinen Damcns-Scheere ab.
Froulay hatt' unter andern Wagen auch einen mit Meh-rern überall her verschriebenen Trompetern und Paukern mit-gebracht, auf welchem schcrzeshalber Schoppe mit stand, der