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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
86
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in seinem warmen Herzen fest. Die unbeantwortete Liebe istohnehin die eifersüchtigste. Gott weiß, ob er nicht der Ma-schinendircktor der mit so vielen Rädern in einander gehendenGeistcrszencn ist. Alles das sind Albano's verhüllte Schlüsse;offne Anklagen waren seinem Ehrgefühl versagt. Aber seinwarmes sich immer aussprcchcndes Herz forderte eine wärmereNachbarschaft; und diese fand er, wenn er dem frommen Vaterfolgte und nach Lilar ins Donnerhäuschcn zog mitten un-ter die Blumen und Gipfel, um, näher am Herzen der Naturgelagert, schöner zu träumen und zu genesen.

Nur eine warme sonncn-hclle Stelle war für ihn in Karlshistorischem Gemälde: es war die Hoffnung nämlich, daß viel-leicht blos die Jrrthümer über sein Vcrhältniß zur Gräfin,ans denen der Bruder Lianen geholfen, ihr das bisherigeimmer gleich-kalte Benehmen gegen ihn vorgezeichnct haben.Auf diese sonnige Stelle warf Rabctte ein Billet, worin sicihm schrieb, sic reise Sonnabends zu ihren Eltern zurück, weilder Minister komme. Jene Hoffnung diese Nachrichtdie künftig ungünstigem Umgebungen sein Ziehen nachLilar, das alles entschied in ihm den Vorsatz, eine einsameMinute an sich zu reißen und darin vor Lianen den Schleiervon seiner Seele zu werfen und von ihrer.

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Sonderbar durchschnitten sich die Zufälle an dem Tage,wo Albano ins ministerialische Haus zum Abschicdnehmen vonNabettcn und von Lianen, sagte in ihm eine zitterndeStimme kam. Nabette winkt' ihn aus dem Fenster in ihrZimmer. Sic hatte die Jkarusflügcl ihres Anzugs in die