Druckschrift 
11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
76
Einzelbild herunterladen
 

76

nannteDonncrhäuschcn *)" und ricth ihm, cs diesen Som-mer zu bewohnen. Albano schied endlich, aber sein bewegtesHerz war ein Meer, in welchem die Morgensonnc glühend nochhalb steht und in welches sich in Abend ein bleifarbiges Ge-witter taucht und das glänzend schwillt unter dem Sturm.Er sah aus der Tiefe nach dem nachblickenden Greise hinauf;aber er hätte sich heut kaum gewundert, wenn dieser versunkenoder aufgesticgcn wäre. In zornig-muthigcn Entschlüssen, fürseine Liebe, woruach kalte Hände griffen, mit seinem Leben zubürgen und zu opfern, schritt er durch den vom Vcrgrößcrungs-spicgcl der Nacht zum schwarzen Nicscn-Troß aufgezognen Tar-tarus ohne alle Furcht; so ist die Geistcrwclt nur cinWclt-theil unserer inncrn, und das Ich fürchtet nur das Ich. Daer vor dem Altäre des Herzens in der stummen Nacht, wonichts laut war als der Gedanke, stand, so ricth ihm der kühneGeist cinigcmalc, den alten Todtcn zu rufen und laut zu schwö-ren bei seinem Herzen voll Staub; aber als er zum schö-nen Himmel anfsah, wurde sein Herz geheiligt und es betetenur:o guter Gott, gib mir Liane!"

Es wurde finster, die Wolken, die er für glänzende inden Himmel herübergebogue Gebirge einer neuen Erde genom-men, hatten den Mond erreicht und düster überzogen.

*) Es hatte den Namen von seiner Höhe und von dem öfter»Einschlagen des Blitzes.