willkürlicher Verhüllungen endlich mit unwillkürlichen vongrößerer Schwere.
64. Mondmilch vom Pilatusberg.
Brief— Nachtwandler— Traum.
Vult war, sobald er Watts übcrkühne Liebe gegen Winaund deren Begünstigung, so wie seine eigne Niederlage, sichrecht nah' vor die eignen Augen gehoben hatte, nach Hansegeeilt, mit einer Brust, worin die wilden Wasser aller Leiden-schaften brausten, um sogleich an Walt so zu schreiben:
„Nur die Lächerlichkeit fehlte noch, wenn ich Dir's langeverdächte, daß Dein sogenanntes Herz nun auch endlich denHerzpolypen, den Ihr Liebe nennt, in sich angcsctzt, wenngleich manches dabei so wenig das Beste ist, als Dein künst-liches Verstecken vor mir. Das aber nimmst Du mir jetztnicht übel, daß ich zum Teufel gehe, und Dich allein DeinemEngel ablasse, da der Liebe die Freundschaft so entbehrlich undunähnlich ist, als dem Rosenöl der Nosenessig. Halte dennDeinen geistigen Schar- und sonstigen Bock ans, bis Duans grünes Land ansstcigst, und ans der Stelle genesest, dieschwerlich auf der Freundschastsinscl ist. Himmel! zu waswaren wir denn beide überhaupt beisammen, und ritten, wiealte Ritter, ans Einem Trauer- und Folter-Pferd (vyuulsus),oder Foltcrcsel? — Etwa dazu, daß ich ans dem Wege undzum Besten Deiner Erbschaft Dich und Dein Pferd lenkteund hielte, und keinen von Euch steigen oder fallen ließ? —Nun die sieben Erben wissen, ob ich ihnen geschadet. Über-haupt was sind denn die irrenden Menschen anders als Him-