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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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mit dem Geiste in dem blauen Aethcr ihre näheren Töneund Vnlts fernere hatten ihn berauscht, und außer sich undaußer die Welt gesetzt. Eigentlich versteht niemand als nurGott unsere Musik; wir machen sie, wie taubstumme Schülervon Heineckc Worte, und vernehmen selber die Sprache nicht,die wir reden. Wina mußte fortsingcn, und die Anrede durchein englisches Anlächeln ersetzen.

Da er gleichfalls nichts sagen durfte, so lächelte er auchan, und sehr, und schwamm vor ihr in Liebe und Wonne. Alssie nun die schöne melodische Zeile sang: träumst du, wer dichliebt? und sic so nahe an seiner Brust die heimlichen Lautederselben nachsprach: so sank er ans die Knie, unwissend obzum Beten oder zum Lieben, und sah ans zu ihr, welche vomMond wie eine obcnherabgekommene Madonna umkleidet wurdemit dem Nachglanze des Himmels. Sie legte sanft die rechteHand ans sein weichlockiges Haupt; er hob seine beidenauf, und druckte sie an seine Stirn; die Berührung löseteden sausten Geist in Frendenfeucr auf, wie eine weiche Blumein üppiger Sommernacht Blitze wirft Freudenthränen,Freudenscufzer, Sterne und Klänge, Himmel und Erde zer-rannen in einander zu Einem Acthermcere, er hielt, ohne zuwissen wie, ihre Linke an sein pochendes Herz gedrückt, undder nahe Gesang schien ihm wie einem Ohnmächtigen answeiten Fernen hcrznwchen.

Die Flöte stand ganz nahe, das letzte Wort wurde ge-sungen. Wina zog ihn sanft von der Erde auf; er glaubtenoch immer, es töne um ihn. Da kam mit freudigem Un-gestüm Raphaela hincingcstürzt, an die Brust der Gebcrin desschönsten Morgens. Wina erschrak nicht, aber Gottwaltsic gab der Freundin eine ganze Freundin. Sie sagte zn