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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
Seite
295
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Glücks. Von der schimmernden Gegenwart war ihnen nichtsgeblieben als oben der Himmel, und unten das Herz. DerFlötenspieler maß seinen Weg zu Wina's Ich zurück, undfand sich schon auf halbem Ihr Danken, ihr Blicken, ihrNähern, Raphaelcns Meiden, langte zu, ihm für die Neujahrs-Nacht, wo er alles durch einen Zauberschlag entscheiden wollte,die schönste Hoffnung zu lassen, und doch noch größere Sehn-sucht. Aber gerade diese war ihm säst lieber und seltner alsjene; er dankte Gott, wenn er sich nach irgend etwas unbe-schreiblich sehnte, so sehr mußte er sich nach Sehnen sehnen.Aber die Entbehrungen und Schmerzen der Liebe sind ebenselber Erfüllungen und Freuden, und geben Trost, und brau-chen keinen, so wie die Sonncnwolkcn eben das Leuchten derSonne erzeugen und die Erdenwolken vertreiben.

Nur auf Walt, dessen dichterische Nachtigallen in seinemwarmen Duft-Eden betäubend schlugen, machten die gött-lichen Sterne und ein glücklicher Bruder zu starken Eindruck;er dürft, schwur er vor sich, dem aufgcschloßnen Freunde ge-rade die heiligste Herzens-Stätte, wo Wina's Denkmal inGestalt einer einzigen Himmelsblume stand, nicht länger ver-decken und umlaubcn. Daher schickte er ohne weiteres Hand-Drucke und Augen-Blicke als Vorspiele der schamhaftenBeichte seiner kühnsten Sehnsucht voraus, um ihn zu fragenund vorzuberciten; dann fing er an:sollte der Mensch nichtso offen scyn als der Himmel über ihm, wenn dieser geradealles Kleinliche verkleinert, und alles Große vergrößert?"-Mich vergrößert er wenig, versetzte Vult. Lass' uns aberim Schatten gehen; sonst muß ich alles vorbeigchcud lesen,was da von Empfindungen an die Bäume genagelt ist. Dennso sehr mir Raphaela seit näherer Bekanntschaft in einem an-