Glücks. Von der schimmernden Gegenwart war ihnen nichtsgeblieben als oben der Himmel, und unten das Herz. DerFlötenspieler maß seinen Weg zu Wina's Ich zurück, undfand sich schon auf halbem — Ihr Danken, ihr Blicken, ihrNähern, Raphaelcns Meiden, langte zu, ihm für die Neujahrs-Nacht, wo er alles durch einen Zauberschlag entscheiden wollte,die schönste Hoffnung zu lassen, und doch noch größere Sehn-sucht. Aber gerade diese war ihm säst lieber und seltner alsjene; er dankte Gott, wenn er sich nach irgend etwas unbe-schreiblich sehnte, so sehr mußte er sich nach Sehnen sehnen.Aber die Entbehrungen und Schmerzen der Liebe sind ebenselber Erfüllungen und Freuden, und geben Trost, und brau-chen keinen, so wie die Sonncnwolkcn eben das Leuchten derSonne erzeugen und die Erdenwolken vertreiben.
Nur auf Walt, dessen dichterische Nachtigallen in seinemwarmen Duft-Eden betäubend schlugen, machten die gött-lichen Sterne und ein glücklicher Bruder zu starken Eindruck;er dürft, schwur er vor sich, dem aufgcschloßnen Freunde ge-rade die heiligste Herzens-Stätte, wo Wina's Denkmal inGestalt einer einzigen Himmelsblume stand, nicht länger ver-decken und umlaubcn. Daher schickte er ohne weiteres Hand-Drucke und Augen-Blicke als Vorspiele der schamhaftenBeichte seiner kühnsten Sehnsucht voraus, um ihn zu fragenund vorzuberciten; dann fing er an: „sollte der Mensch nichtso offen scyn als der Himmel über ihm, wenn dieser geradealles Kleinliche verkleinert, und alles Große vergrößert?"—-„Mich vergrößert er wenig, versetzte Vult. Lass' uns aberim Schatten gehen; sonst muß ich alles vorbeigchcud lesen,was da von Empfindungen an die Bäume genagelt ist. Dennso sehr mir Raphaela seit näherer Bekanntschaft in einem an-