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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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so sah ihn Walt forschend an und fragte froh:bist du zu-frieden, Bruder, mit dieser süßen Enge des Lebens; und mitden Orchester-Tönen und innern Zauberbildern, die wir heutevielleicht eben so reich, nur ungestörter, genossen haben als irgendein großer Hos?"Eine wahre Himmelskarte ist unser Le-ben, versetzte Vult, freilich vor der Hand nur ihre weiße Kehr-seite; doch einen Thalcr, den mir jemand auf die Karte legte,sah' ich nicht mit Unlust."

Am Morgen daraus sprach Walt von seinen schönen Aus-sichten auf die flötende Nachtigallcn-Dämmerung. Etwas müh-sam wurde Vult zu einer neuen Wiederschöpfung des melo-dischen Himmels gebracht. Aber mit desto größerem Feuererzählte darauf der Notar, wie glücklich er die dämmerndeharmonische Hörzeit angewandt habe, nämlich zur Verfertigungeiner Replik und eines Streckvcrscs im Roman; der Held sei Hab' er unter der Flöte gedichtet getadelt worden, daßer über das Wort einer alten, kranken, dummen Frau, welcheihn für seine Gaben an jedem Abend in ihr Gebet eifrig cin-zuschlicßen versprochen, sich innigst erfreuet, allein der Heldhabe versetzt: nicht ihres Gebetes Wirkung auf ihn wäre ihmetwas, sogar wenn diese gewiß wäre, sondern die auf sie sel-ber, daß ein so frierendes Wesen doch jeden Abend in eineschöne Erhebung und Erwärmung gelange.Ist das keinwahrer Zug von mir, Bult?"

Es ist ein wahrer von dir (sagte Vult). In der Kunstwird, wie vor der Sonne, nur das Heu warm, nicht dielebendigen Blumen." Walt verstand ihn nicht; denn oft kames ihm vor, als finde Vult zuweilen später den Sinn alsdas Wort.

Im nächsten Dämmerungs-Feiertag und Feierabende, näm-