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blättchcn aus Pariser Zuckerwerk ausgcschält, wahre Süß-briefchen, deren Plagiat Flittc sich dadurch erleichterte, daß erden süßen Einband aufaß. Warum lasset die deutsche Poesieder französischen den Vorzug der süßesten Einkleidung; warumwollen wir nämlich, wenn die Franzosen Zucker und Gebäckum ihre Verse wickeln, cs umkehrcn und mit den unserigcnZucker und Gewürz cinklcidcn und einpackcn — könnte manhier fragen, wenn cs der Ort wäre, hier zu antworten. —Walt pries unmäßig; der Elsässer schwamm auf Frcudcnöl,ertrank beinah in Lobcs-Salb-Oel. Ucbcr jeden Genuß, denman den Menschen wohlwollend zubcrcitct, waltet der Zufallder Aufnahme, des Gaumens, des Magens, der ihn verar-beitet; hingegen für den Genuß eines aufrichtigen Lobes hatohne Ausnahme jeder Mensch zu jeder Stunde Ohr und Ma-gen ausgcthan; und er sagt außer sich: „Lob ist Luft, die daseinzige ist, was der Mensch unaufhörlich verschlucken kannund muß." Flittc nicht anders; neucrfrischt zog er den No-tar auf die Stadtgasscn hinaus, um ihm einige Freuden zumachen und sich Platz. Nämlich die alten Gläubiger jagtenihm so eifrig nach als er neuen; da er nun die Maxime derRömer kannte, welche nach Montesquieu so weit als möglichvom Hause Krieg führten: so war er selten zu Hause. Beidedurchstrichen die Morgenstadt; und Walten wurde sehr wohl.Da Flittc der Stadt sich zeigen wollte — nämlich den Kabels-All-Erbcnharnisch in der Probcwoche — so sprach er mitvielen ein Wort; und der Notar stand glücklich dabei. Vorjedem Parterre-Fenster — pur-teure, sagte Flittc, sprechendie Deutschen ganz falsch aus — klopft' er wie an einerGlasthürc an und sagte dem aufmachcndcn Mädchenkopfe,dem noch die halbe Aurora des Morgcnschlafs anschwcbte.