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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
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blättchcn aus Pariser Zuckerwerk ausgcschält, wahre Süß-briefchen, deren Plagiat Flittc sich dadurch erleichterte, daß erden süßen Einband aufaß. Warum lasset die deutsche Poesieder französischen den Vorzug der süßesten Einkleidung; warumwollen wir nämlich, wenn die Franzosen Zucker und Gebäckum ihre Verse wickeln, cs umkehrcn und mit den unserigcnZucker und Gewürz cinklcidcn und einpackcn könnte manhier fragen, wenn cs der Ort wäre, hier zu antworten.Walt pries unmäßig; der Elsässer schwamm auf Frcudcnöl,ertrank beinah in Lobcs-Salb-Oel. Ucbcr jeden Genuß, denman den Menschen wohlwollend zubcrcitct, waltet der Zufallder Aufnahme, des Gaumens, des Magens, der ihn verar-beitet; hingegen für den Genuß eines aufrichtigen Lobes hatohne Ausnahme jeder Mensch zu jeder Stunde Ohr und Ma-gen ausgcthan; und er sagt außer sich:Lob ist Luft, die daseinzige ist, was der Mensch unaufhörlich verschlucken kannund muß." Flittc nicht anders; neucrfrischt zog er den No-tar auf die Stadtgasscn hinaus, um ihm einige Freuden zumachen und sich Platz. Nämlich die alten Gläubiger jagtenihm so eifrig nach als er neuen; da er nun die Maxime derRömer kannte, welche nach Montesquieu so weit als möglichvom Hause Krieg führten: so war er selten zu Hause. Beidedurchstrichen die Morgenstadt; und Walten wurde sehr wohl.Da Flittc der Stadt sich zeigen wollte nämlich den Kabels-All-Erbcnharnisch in der Probcwoche so sprach er mitvielen ein Wort; und der Notar stand glücklich dabei. Vorjedem Parterre-Fenster pur-teure, sagte Flittc, sprechendie Deutschen ganz falsch aus klopft' er wie an einerGlasthürc an und sagte dem aufmachcndcn Mädchenkopfe,dem noch die halbe Aurora des Morgcnschlafs anschwcbte.