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14 (1848) Flegeljahre : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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blühen, und cs wehte schon leise, als athmc der Morgen vorder Sonne her.

Wina ging an der einen Hand des Vaters, der in derandern einen sogenannten schwarzen Spiegel hatte, um darausdie Natur zum zweiteumale als ein Lustschloß, als einen Ab-gußsaal cinzuschöpfcn. Die Frühe Wina's Morgcnklci-dung das Träumerische, das der Morgenstern auflöscndim Herzen so unterhält, als stehe er am Abeudhorizonteund Walts Bewegungen von der Nacht her, so wie seineHinfichtcn aus die nahe Scheide-Sekunde: das zusammenmachte ihn sprachlos, leise, sinnend, bewegt, voll wunderbarerLiebe gegen das nähere Juugsraucnherz, welche so weich undviclknospig war, daß er sich auf unterwegs frenetc, um in derblühenden Seligkeit recht ruhig zu blättern.

Mit süßer Stimme aber that an ihn Wina die Bitteum Verzeihung des gestrigen Auseinandcrkommcns. Da erdie Bitte nicht zurückgcben konnte: so schwieg er. Daraufbat sie ihn, Raphaela zu grüßen, und ihr als Ursache ihresbrieflichen Schweigens den Umweg über Rosenhof nach Leip-zig zu sagen. Der General, der so sreimüthig mit der Toch-ter vor dem Notarius sprach, als laufe dieser als ein tauberSchattcnmann oder als ein stummer verschwiegner Affe mit,machte Minen geradezu Vorwürfe über ihre vielseitigen Sor-gen und Schreibereien und über die ewigen Opfer ihres Jchs.Sic versetzte blos:wollte Gott, sie verdiente den Tadel!"

Als sie ins Gebirge traten, kroch die Nacht in dieSchluchten zurück, und unter die Thal-Nebel unter, und derTag stand mit der Glanz-Stirn schon in den Höhen desActhers. Plötzlich lenkte der General das Paar in eine Felsen-Spalte hinein, worin sie hoch oben das eine höchste Berghorn