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Er konnte gehend — denn stehend zuzuhörcn, hielt er fürUnrecht — auspacken und jedes heftige Wort des Vaters anBediente, und den süßen Ton, worein Wina fie, wie eineAeolsharfc den Sturmwind, auf der Stelle übersetzte, leichtvernehmen. Ob er gleich hoffte, unten in der breiten GaststubeJakobincn wieder und viel bekannter anzutreffcn: so hielt ercs doch für seliger, neben der nahen Nonne Wina als Wand-nachbar auf und ab zu spazieren, und sie unaufhörlich sichvorzustcllcn, besonders das große beschattete Auge und dieFreundlichkeit und Stimme und das Abendessen neben ihr.
Er hörte endlich, daß der General sagte, er gehe insSchauspiel, und daß Wina bat, zurück bleiben zu dürfen, unddaß sie darauf ihrer Kammcrdicncrin — der gottlosen Sän-gerin Luzie — die Erlaubniß gab, sich im Städtchen umzu-sehcn. Alsdann wurde alles still. Er sah zum Fenster hinausan ihres. Wina's beide Fenster-Flügel (sie schlugen sich nachder Gaffe auf) waren offen, und ein Licht im Zimmer undam Wirthshausschild ein Schattenriß, der sich regte. Da eraber nichts weiter sah, so kehrte er wieder mit dem Kops inseine Stube zurück, worin er — so gehend, trinkend, dichtend— ein aus Rosenzucker gebackenes Zuckcrbrod, ja Zucker-Ei-land, nach dem andern aus dem Backofen ans der Schaufelbehutsam heraus holte. — „O ich bin so glücklich!" dacht'er und sah nach, ob man keine Armenbüchse an die Papier-tapetcn geschraubt, weil er in keinem Wirthshause vergaß, indiese Stimm-Ritze unbekannter Klagstimmen, so viel er konnte,zu legen; aber das Zimmer war zu nett zu Wohlthaten.
Es wurde sehr dunkel. Der frühe Hcrbstmond standschon als ein halbes Silber-Diadem ans einem Gcbirgshaupt.Der Kellner kam mit Licht, Walt sagte: ich brauche keines,