hat überhaupt das Gute, daß er aufrichtig gut gegeu sic ist;er sieht ihr sogar nach, daß sie der ihm verhaßten protestan-tischen Mutter in Leipzig anhangt. Da er nun so den gan-zen Tag mit seiner Beicht- und Vater-Tochter beisammenbleibt: so trinkt und weint er sehr. Er forderte jetzt Rechen-schaft von ihr, warum sie noch so trauerte, daß sie fast denGrafen mehr zu lieben schiene als ihren Gott und die h. Kircheund ihren Vater. Sie antwortete heftig: „das sei cs amwenigsten; sogar dem Kirchcnrathe Glanz, der öfters mit ihrüber den heil. Glauben gesprochen, habe sic nur höflich zu-gehört; den Grafen aber nicht mehr geliebt als jeden gutenMenschen." Zablocki fragte erstaunt, warum sie ihn, bei ihrerFreiheit der Wahl, doch heirathcu wollen? „Ich dachte, sagtesie, ich könnt' ihn vielleicht zu unserer Religion durch rechtesAusopscrn bringen." Walt! einen Philosophen bekehren! Tauftund tonsurirt lieber eine Perücke! —
Der General lächelte und weinte zugleich vor Lust, liefaber immer mehr ans das weiche zarte Wesen Sturm, stiegins offne Herz und holte sich das zweite Gcheimniß. Siehoffte nämlich ihrer abgeschiedenen protestantischen Mutter (undwol dem verschuldeten Vater) zu Zeiten ein Kopfkissen ausdem reichen Ehebette zuzuwerfen; gestand cs aber ohne Meta-phern. Da konnte sich der trunkene Vater nicht enthalten,zu schwören, ihm solle lieber ein Traubenschuß in den Ma-gen fahren, oder sein Warschauer Prozeß verloren gehen, woll'er je einem solchen scclcntrencn Kinde etwas abschlagen oderaufdringcu. Und so weiter! Bist du getröstet?" —
Walt schwieg; Bult bat ihn um das zerrissene Blatt inseiner Hand. Er las es froh und fand darin seinen Berichtbesiegelt, und machte seinen Spaß über Naphaelens weibliche