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zerrissenes seines Brief-Papierblatt. Er nahm cs, cs warvon weiblicher Hand und enthielt eine aus einem fremdenBriefe kopirte Stelle, wie er ans den sogenannten Gänse-füßen ersah. Ein halbes Blatt, ein entzweigeschlitztcs, eineKopie eines zweiten Briefes — einen ersten hätt' er nie gele-sen — könnt' er wol anschcn und lesen:
„„— Blumen entzwei. Glaub' cs mir. O wie leichtund froh verschmerzt man eignen Schmerz! Wie so schwerden fremden, den man, wicwol schuldlos und gezwungen, her-gcfnhrt! Wie kann ein Wesen, das doch auch ein schlagen-des Herz hat, ganze Völker weinen lassen, wenn schon dererste Unglückliche, den man machen müssen, so wehe thut?Verbirg und verschweige aber meine Klage gewissenhaft, da-mit sie nicht meinen Vater quäle, der so leicht alles erfährt!Doch Du thust es ohnehin. Indessen steht mein Entschlußso fest als je; nur will ich ihn bezahlen durch Schmerzen.Ich kann jetzt nichts thun als leiden und besser werden, ichgehe häufiger in die Kirche, ich schreibe öfter an meine Mut-ter, ich bin gefälliger gegen meinen Vater, gegen jede Men-schen-Seele. Denn cs gehört sich, daß ich, da mir die Kirchebefiehlt, Freuden zu nehmen, cs anderswo cinbringe, wo siees erlaubt, einige zu vermehren. Meine haben längst anfge-hört und früher als ich Ihn verloren. — O sei Du glücklich,meine liebe Raphaela!" — Daraus kannst Du sehen, Schönste,wie diese Wunde meiner W. mein zu weiches Herz zerdrückenmuß. Leb' wohl! Das goldne Herz, wenn Du cs nicht schonbeim Schmidt bestellet hast, muß durchaus drei Loth wiegen.Den Hascnbrcchcr und das Armband hat meine Mutter be-kommen. Deine Raphaela."
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