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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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geben; und gab sie ab. Als er eilig seine Inserate in dernahen Zcitnngsdruckcrei abliefcrtc, fiel sein Auge erschreckendaus das neueste Wochenblatt, worin noch mit nassen Buch-staben stand:

Das Flötcnkonzert muß ich noch immer verschieben,weil ein schnell wachsendes Augenübcl mir verbietet,Noten anzusehcn."

I. van der Harnisch.

Welch' einen schweren Kummer trug er aus der Drucke-rei in sein Stübchen zurück! Auf den ganzen Frühling seinerZukunft war tiefer Schnee gefallen, sobald sein freudigerBruder die freudigen Augen verloren, die er an seiner Seitedarauf werfen sollte. Er lief müßig im Zimmer auf undab, und dachte nur au ihn. Die Sonne stand schon geradeauf den Abendbcrgcn und füllte das Zimmer mit Goldstaub;noch war der Geliebte unsichtbar, den er gestern von derselbenSonnenzelt erst wieder bekommen. Zuletzt fing er wie einKind zu weinen an, aus stürmischem Heimwche nach ihm,zumal da er nicht einmal am Morgen hatte sagen können:guten Morgen und lebe wohl, Vult!

Da ging die Thüre auf und der festlich gekleidete Flöte-nift herein. O mein Bruder! rief Walt schmerzlich-freudig.Donner! leise, fluchte Vnlt leise, cs geht hinter mir nennemich S.ie!" Flora kam nach.Morgen Vormittag dem-nach, H. Notarius, fuhr Vnlt fort, wünsche ich, daß Sie denMiethkontrakt zu Papiere brächten. Dn ^nils trnnonis, Non-8isur?" ÄlisLrnllleiiEiit, versetzte Walt, (NI non.Darum,Nonsieur, komme ich so spät, erwicdcrte Vnlt, weil ich erst-lich meine eigne Wohnung suchte und bezog und zweitens in

3ca» Paul's ausgcw. Werle. XIII. n