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10 (1848) Titan : erster Band
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sind freilich von jeher, wie sie sind; aber die Fürsten, lieberHerr, sind gnt, sie werden selber ausgcsogcn, nnd dann schei-nen sic auszusaugcn."Wie etwan, versetzte Schoppe, dieLeichen-Vampyren nur Blut von sich geben, indcß sie cs zunehmen scheinen; aber das bring' ich dadurch wieder ein, daßich den Regenten außer den fremden Sünden auch fremdeVerdienste, Siege und Opfer ganz beimcssc; hier sind sic diePelikane, die ein Blut für ihre Kinder vergießen, das wirk-lich ihr eignes zu seyn scheint von weitem."

Alle gingen: Schoppe anfs Land; Wchrfritz in die Kirchemit der Prozession; Albano in eine Zuschauer-Loge am Hul-dignngssaalc; denn er wollte auf keine Weise in die Schleppedes Fürsten eingcstickt seyn, nicht einmal als Besatz. DasPrunk-Getümmel rauschte bald in den Saal zurück. DieRitterschaft, die Geistlichkeit und die Städte bestiegen dieSchwurbühnc. Im Schloßhofe stand ein Fuß auf dem an-dern, und eine Nadel konnte zwar zur Erde kommen, aber keinMensch, um sic aufzuhcben, jeder sah auf den Balkon heraufund fluchte früher, als er schwur. Der Fürst blieb auchnicht weg der Thron, dieser graduirtc und paraphrasirteFürstenstuhl, stand offen, und Fraischdörser halt' ihn mit schö-nen mythologischen nnd heraldischen Verkröpfungen und Außen-wcrkcn dckorirt.

Dem Grafen gegenüber blühten die Hofdamen und dar-unter eine Rose nnd eine Lilie, Julienne und Liane.-

Wie man das Auge von der frostigen starren Wintergcgcndzum blauen wehenden Himmel aufhcbt, der unsre Frühlings-abendc ansah und worin die leichten Sommcrwolkcn gingenund der Regenbogen stand: so blickte er über das glänzendeSchneelicht des Hofes zur lieblichen Grazie des Lenzes hin.