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„sind freilich von jeher, wie sie sind; aber die Fürsten, lieber„Herr, sind gnt, sie werden selber ausgcsogcn, nnd dann schei-nen sic auszusaugcn." — „Wie etwan, versetzte Schoppe, die„Leichen-Vampyren nur Blut von sich geben, indcß sie cs zu„nehmen scheinen; aber das bring' ich dadurch wieder ein, daß„ich den Regenten außer den fremden Sünden auch fremde„Verdienste, Siege und Opfer ganz beimcssc; hier sind sic die„Pelikane, die ein Blut für ihre Kinder vergießen, das wirk-lich ihr eignes zu seyn scheint von weitem." —
Alle gingen: Schoppe anfs Land; Wchrfritz in die Kirchemit der Prozession; Albano in eine Zuschauer-Loge am Hul-dignngssaalc; denn er wollte auf keine Weise in die Schleppedes Fürsten eingcstickt seyn, nicht einmal als Besatz. DasPrunk-Getümmel rauschte bald in den Saal zurück. — DieRitterschaft, die Geistlichkeit und die Städte bestiegen dieSchwurbühnc. — Im Schloßhofe stand ein Fuß auf dem an-dern, und eine Nadel konnte zwar zur Erde kommen, aber keinMensch, um sic aufzuhcben, jeder sah auf den Balkon heraufund fluchte früher, als er schwur. — Der Fürst blieb auchnicht weg — der Thron, dieser graduirtc und paraphrasirteFürstenstuhl, stand offen, und Fraischdörser halt' ihn mit schö-nen mythologischen nnd heraldischen Verkröpfungen und Außen-wcrkcn dckorirt. —
Dem Grafen gegenüber blühten die Hofdamen und dar-unter eine Rose nnd eine Lilie, Julienne und Liane.-
Wie man das Auge von der frostigen starren Wintergcgcndzum blauen wehenden Himmel aufhcbt, der unsre Frühlings-abendc ansah und worin die leichten Sommcrwolkcn gingenund der Regenbogen stand: so blickte er über das glänzendeSchneelicht des Hofes zur lieblichen Grazie des Lenzes hin.