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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
Seite
253
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wagen, den die rechts und links abrupfenden Thiere sicherauf dem glatten Wege zogen. Albano hörte am stillen Sonn-tage nicht das Feldgeschrei der drängenden Arbeit, sonderndie Ruhe-Glocken der Thürme; im Morgengeläute spricht diezukünftige, wie im Abendgeläute die vergangne Zeit; und andiesem goldnen Alter des Tages stand auch eines in seinerfrischen Brust.

Jetzt zuckten gabclschwänzige Rauchschwalben mit derPnrpnrbrnst über das Himmelblau des wilden Gamandersund kündigten mit ihren Wohnungen unsre an: als seineStraße durch eiu zerstörtes, altes, offnes, von fetten dickenBlättern wie Schuppen behangnes Schloß durchwollte, andessen Ein- oder Ausgange ein wegweisender rother Arm sichmit der weißen Aufschrift:Weg ans dem Tartarus insElysium" gegen eine nahe Waldung ausstrcckte.

Sein Herz fuhr auf bei dieser doppelten Nähe so ver-schiedener Tage. Mit weiten Schritten drang er gegen denElysiums Wald, den ein breiter Graben abzuschneiden schien.Aber er kam bald aus dem Buschwerke vor eine grüne Brücke,die sich in den Bogen der Riesenschlange über den Graben,aber nicht auf die Erde, sonderu in die Gipfel schwang. Sietrug ihn durch die hereinblühende Hildniß von Eichen-,Tannen-, Silberpappeln-, Frucht- und Linden-Wipfcln. Dannhob sie ihn hinaus in die freie Gegend, und Lilar warf ihmschon von Osten über die weite spitzige Gipfel-Saat den Glanzeiner hohen Goldkugel entgegen.- Die Brücke senkte sich mitihm wieder ins duftende dämmernde Genistc, und unter undneben ihm riefen und flatterten die Kanarienvögel, Singdrosseln,Finken und Nachtigallen, und die geätzte Brut schlief gedecktunter der Brücke. Endlich stieg diese nach einem Bogengänge