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10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
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vorbei, drehte das eiserne Gattcrthor auf und trat hastig iuden nächsten Laubcugang. Hier ging er, von einem Fackel-tanze leuchtender Hoffnungen begleitet, hin und her, aber seinAuge war ein Seh- und sein Ohr ein Hör-Rohr. Die Lau-ben-Allce wuchs oben guer über den Garten iu eine andre demWasscrhäuscheu nahe hinein; in diese trat er, um der Blindenoder vielmehr ihrer Leiterin nicht zu begegnen.

Es kam aber nichts. Freilich war er nicht wie der Mond wie doch zu fordern war um eine halbe Stunde spätergekommen, sondern gar um eine früher. Der Mond, dieserStern, welcher Weise voll Weihrauch zum Anbeten leitet, ließendlich breite lange Silberblättcr als Fcsttapetcn an LiancnsMorgenzimmer nicdcrfallcn die Madonna ans dem Pallastewar in den Heiligenschein und Nonncnschlcier seiner Stralcneingeklcidct die Ministerin stand schon am Fenster dieNatur spielte das Larghetto eines magischen Abends in immertiefcrn Tönen als Albano weiter nichts vernahm als einkleineres blos ans Klängen gemachtes, das aus dem Wasser-Häuschen, dem Lustsitze aller seiner Wünsche, kam und das ster-bend mit dem Frühlingstage vertöncn wollte. Aber er konntenicht crrathen, wer cs spiele; man hält' es herausbringcn kön-nen, daß cs Noquairol war, blos weil er nachher, wie ich er-zählen werde, nach der April-Sitte seines musikalischen Ge-lichters, aus dem Pianisfimo in ein zu wildes Fortissimohinaufsprang. Der vom Vater rclegirte Bruder konnte we-nigstens im Wasserhänschcn die thcuere Schwester sehen undtrösten und ihr seine Liebe und seine Reue zeigen; wiewolseine stürmische Rene eine zweite nöthig macht und am Endenur eine frömmere Wiederholung seines Fehlers war.

Obgleich die Phantasie Albano's eine Retina des Nni-