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Freihcitsmütze dcs Doktorhuts auf dem Kopfe erhielt er vonseiner medizinischen Unentbehrlichkeit so viele akademische Frei-heiten, daß er zwischen seinen 4 Pfählen nicht freier aß undagirte als zwischen dem bunten spitzen Pfahlwerke dcs Hofes.Bracht' er da jemals — das frag' ich — einen Tropfen süßenWein über die Lippen, ohne vorher einen Ephraimiten,der selber die Probazionstage nicht überlebte, herauszuziehenund ins Glas zu hängen, blos um vor dem Hofe zu unter-suchen, ob der Ephraimit darin nicht schwarz werde? Undwcnn's das Silber that, war da nicht das Ucberschwcfeln desWeins so gut als dcmonstrirt, und hätte der Physikus nichtden Hof, die Süßigkeit, das Schwärzen, Vergiften und Ucber-schwcfeln recht artig appliziren können, wenn er der Manndazu gewesen wäre? —
Dem Zufälle, daß der Lektor über die Einlaßzcit bei demMinister für heute nachsorschte, hatt' cs Albano zu danken, daßer den schmerzlichen Unfall nicht im Hause des Ministers oderneben der Blinden selber erfuhr. „Sie können (antwortete„Sara, die Doktorin) auch den Bedienten hinschickcn; der„unterschreibt sich für Sic alle; mich aber dauert niemand wie„die Tochter." — Nun brach ein Sturm von Fragen nachdem unbekannten Vorfälle los. „Es ist so," fing der Physi-kus mürrisch an, legte sich aber bald, weil er in einigen AugenWasser für seine Mühle sah — und weil er alle medizinischeSchuld von sich auf den Hauptmaun Roquairol zu wälzensuchte — so gut er konnte, auf pathetisches Detail und logfast sentimental. Er schob mit einem unbemerkten Winke dergerührten Frau einen leeren Teller zu als Lakrymatorium, da-mit nichts umkämc. Aus den verfinsterten Augen dcs vergeb-lich-kämpfenden Jünglings riß der erste Lcbensschmerz einige