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Albine winkte mit einem sanften Gesicht den geächtetenLiebling ins Nähzimmer, wo sie ihn recht gelassen um dieWahrheit befragte, weil sie wußte, er lüge nie. Nach der Be-richterstattung stellte sie ihm wenig seinen Fehler (wicwol siedem gegenwärtigen Kinde eben so gegen den abwesenden MannAnrecht gab, wie vorhin dem gegenwärtigen Manne gegen dasabwesende Kind) und mehr die Folgen vor — sie zeigte (dabeimachte sic ihm das Halstuch auf und um und einige Wcstcn-knöpse zu), wie sich ihr Mann vor dem mitgebrachtcn zweitenSchulkonsul mit 24 Faszibus, dem Musik- und Tanz-MeisterH. v. Falterle, der sich droben umkleide, in Albano's Seeleschäme — wie der Tanzmeistcr es wol gar an Don Gaspardschreiben werde — und wie ihrem guten Manne der ganzesüße bemalte Gelee-Apfel der heutigen Freude zu Wasser ge-macht worden, und er sich gerade an einem solchen feierlichenTage einsam härme und vielleicht den Tod hole vom Trünkeauf den Zorn. Die Weiber stimmen gewöhnlich wie Harfe-nisten mit geringen Fußtritten die ganzen Töne der Wahrheitunter dem Spielen zu halben um. —- Nachdem sie ihm nochdie väterlichen Abcndgewittcr vorgercchnct, die er immer durchsein Reiten und durch seine Robinsonsschcn Entdeckungsreisenüber sich hergezogcn, und deren Schläge nur immer den Wet-tcrableiter (sic selber) zerschmolzen hätten: so setzte sie mit je-ner rührenden, nicht aus der knöchernen Kehle, sondern ausdem wallenden Herzen fließenden Stimme dazu: „ach, Alban,„du wirst einst an deine Pflegemutter denken, aber zu spät,"und weinte recht sanft.
Bisher waren in ihm die strcngflüssigen Schlacken undder geschmolzene Theil seines Herzens nebeneinander ausge-wallct, und der warme Guß war höher und heißer im Busen