Druckschrift 
10 (1848) Titan : erster Band
Entstehung
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

72

welches sogar der glückliche Poscnschrapcr, der die Kiele dazuabzog, und der Setzer, der die Errata druckt, sich mehr ein-bildcn wollen, als der Autor selber, und in welches weder dieschnelle Sense, noch der träge Zahn der Zeit besondersda man dieses Gebiß nach Erfordern mit der Zahnsäge derkritischen Feile entzwcibringcn kann einzuschneidcn vermö-gend sind. Fügt der Verfasser solchen Vorzügen noch garden der Demnth bei: so ist ihm niemand weiter zu verglei-chen; aber leider hält jede Natur sich, wie D. Krusius dieWelt, zwar nicht für die beste, aber doch für sehr gut.

Der gegenwärtige Titan benutzt noch den andern Vor-theil, daß ich gerade den väterlichen Hof bewohne und schmückeund mithin als Zeichner gewisse Sünden recht glücklicher Weisenäher und Heller vor dem Auge zum Beschauen habe, wovonmir wenigstens der Egoismus, die Libertinagc und das Müßig-gchen gewiß bleiben und sitzen; denn diese Schwämme undMoose säete das Schicksal so weit, als cs konnte, in diehöhcrn Stände hinauf, weil sie in den nicdcrn und brcitcrnzu sehr ausgcgriffcn und sic ausgesogcn hätten welchesdas Muster derselben Vorsicht gewesen zu sehn scheint, ausder die Schiffe den Tcufelsdrcck, den sie aus Persien holen,stets oben an den Mastbaum hängen, damit sein Gestank nicht

die Fracht des Schiffraums besudle.-Ferner Hab' ich

hier oben am Hofe jede neue Mode zur Beobachtung und Ver-achtung schon um mich, eh' sie drunten nur gelästert, ge-schweige gepriesen worden. Z. B. die schöne Pariser Mode,Laß die Weiber durch einen* kleinen Faltenwurf ihre Wadenvorzeigen welches sie in Paris thun, um sehen zu lassen,daß sie nicht unter die Herren gehören, die bekanntlich aufSteckcnbeinen gehen diese wird (denn aus eine einzige